Ich bin stolz auf meinen Sohn. 

Auch wenn er es heute nicht geschafft hat die Prüfungskommission zu überzeugen. 

Ich weiß, dass er das Wissen hat dass er benötigt hätte um die erste Klasse zu schaffen. Allerdings steht ihm seine fehlende Schulreife im Weg es auch zu zeigen. 

Die ersten Worte der Kommission nach der Prüfung waren nämlich ein sehr bedachtes:

 „Ist ihnen bewusst dass Benjamin nicht Schulreif ist? Und eigentlich in die Vorschule gehört!“ 

Und meine Antwort war: Ja. 

Meine Aufgabe ist es also jetzt eine Schule für ihn zu finden. Denn nächstes Jahr wird er die erste Klasse in einer Schule mit Öffentlichkeitsrecht wiederholen müssen. 

Ich bin nach wie vor sehr froh, diesen Weg gewählt zu haben, denn ich konnte ihm wenigstens das eine Jahr schenken, dass er benötigte und ihm verwehrt wurde. 

Wie es danach weiter geht werden wir dann sehen. Schulfern bleibt aktiv bzw. Wird hoffentlich wieder aktiver als zuletzt 😊 aber ich werde mich für das nächste Jahr thematisch etwas darauf verlagern, wie man Freiheiten im System finden und für sich beanspruchen kann. 
Vorerst verbleibe ich damit so

Alles Liebe. 

Urlaub, der 

Substantiv, maskulin 

mittelhochdeutsch, althochdeutsch urloup = Erlaubnis (wegzugehen), zu erlauben

Wir waren übers verlängerte Wochenende in Grado, Italien.

Tag 1 – 28.04

Wir sind in der Nacht von Wien aus aufgebrochen und in der früh im verregneten, nassen, kalten Grado angekommen. 

Aufgrund des schlechten Wetters, der be free im Trockenen und der ohnehin beenhten Verhältnisse mit 3 Erwachsenen und 5 Kinder entschieden wir uns umzudisponieren und mich mit 5 Kindern in einem Wohnzelt einzuquartieren. 

Ein Besuch beim örtlichen Lidl und die Grundversorgung an Lebensmitteln war auch gewährleistet. 

Über Mittag klarte der Himmel aber auch zum Glück auf. 

Meine Eltern haben ihr Boot beladen, geputzt, upgegradet usw. Und die Kinder waren auf Stippvisite zu Besuch drüben.

Tag 2 – 29.04

Der 29. Beginnt um 06 Uhr früh – nach einer durchwachsenen Nacht. Zwischen 22 und 01 Uhr Nachts ist – ungelogen – im 10 Minutentakt irgendeinem der Kinder die Decke vom Bett auf dem Boden gerutscht. Dementsprechend ging es mir auch. Ich brauchte gut eine Stunde in der ich noch im Bett saß während schon alle um mich herum quietschfidel waren.

Nach dem Frühstück gings wieder zur Oma zum Boot mit der Frage nach dem Plan. 

Segeloma (Renate) und Segelopa (Werner). Beide unterhalten übrigens diverse kleinere Blogs. 

Nach einem Vormittag am Strand fuhren wir am Nachmittag mit dem Boot raus für eine kleine Runde. 

Laurentin ein wenig übermüdet. 

Anthea etwas mobiler als mir geheuer war. 

Tag 3 – 30.04

Der Tag darauf wurde überwiegend auf dem Spielplatz / Strand verbracht. 

Mit Oma und Opa und dem Drachen. 

Die ständige Aktivität macht Hungrig. 

Duschen in der Tenuta Primero ist ein besonderes Highlight. Wenn mehrere duschen gleichzeitig aktiv sind teilen Sie sich das Warmwasser. Sind zu viele aktiv merkt man kein Warmwasser. *brrr* Umgekehrt ist es wenn die Klospühlungen betätigt werden, dann wirds vorübergehend warm bis heiß.

Es empfiehlt sich also in der Früh duschen zu gehen wenn alle anderen nach der Reihe zur Morgentoilette antreten. 😂😂

Tag 4 – 01.05 

Aufgrund des vorhergesagten schlechten Wetters entschieden wir am Montag nicht erst am Mittwoch nach hause zu fahren sondern schon am Dienstag. 

Auch diesen Tag verbrachten wir am Strand und beim Spiel.

Verstecken 😅

5. Tag – 02.05

Vom letzten Tag hab ich keine Fotos mehr da ich mit ausräumen beschäftigt war. 

Und schon wieder. 

Muss ich mich für meine Abwesenheit entschuldigen. 
Der Grund ist diesmal simpel – ich hab ein neues Hobby! Ich hab zu nähen begonnen und dafür geht momentan die meiste Zeit drauf. 

Meine ersten 9 Nähteile:

Der Puppenbody und Liliths Rock. Beide Schnittmuster sind von Schnabelina

Eine Hose (eigener Schnitt) und einen Zwergenmütze (Schnabelina).

Einmal Schnabelinas Trotzkopf 

3 Raglanshirts für die Burschen 

Und Schnabelinas Strampelina für die Bauchbewohnerin meiner Trauzeugin wartet noch auf seine Knöpfe. 

Morgen abend fahren wir außerdem in Urlaub nach Italien. Über den werde ich euch sicher was erzählen. Erstmal muss ich aber fertig packen was schon eine Herausforderung ist …. Ich hab erst vor 2 Stunden damit begonnen 🙈

Bis zum nächsten Mal. 

Alles Liebe

Benutze Karotte mit Messer und Bohrern! – oder: Wie baut man eine Flöte in wenigen Minuten?

Ja! Ganz recht man braucht eine Karotte, ein Messer und 2 verschiedengroße Bohrer. 

Zu erst kürzt man die Karotte auf die gewünschte Länge (beide Stücke werden benötigt).

Dann nimmt man den größeren Bohrer und bort der Länge nach in die Karotte, .. 

…so dass man sie in der Mitte aushölt. Wir durchstoßen die Karotte nicht.

Ist das geschehen wird ein Schnitz – nahe der Mundöffnung (dort wo man hinengebort hatte) ausgeschnitten. 

Mit dem kleinen Bohrer kann man nun von oben/außen in die hohle Mitte hineinboren. 

Zuletzt schnitzt man das zu allererst abgeschnittene Stück Karotte so rundherum ab dass ein kleiner Zylinder entsteht den man in die Bohrung schieben kann. 

Eine Seite flacht man ab und schiebt den Zylinder so hinein dass die flache Stelle oben ist. Das Anschrägen des Mundstücks ist Optional, macht es aber einfacher. 

Fertig ist die Flöte!

Viel Spaß beim musizieren. 

Feuerwehrspielplatz, Wien 22


Heute haben wir den Feuerwehrspielplatz in der 

Hannes-Lintl-Gasse 52, 1220 Wien

besucht. Erreichbar: öffentlich mit dem 24A ab Kagraner Platz bis zum Friedhof Breitenlee.

Der grüne Drache 🐉 hat das Haus in Brand gesetzt, dass nur mehr in Schutt und Asche da liegt. 

Und weil es brennt rückt die Feuerwehr an.

Der freundliche Feuerwehrmann an der Front 

Löscht natürlich die Flamen. 

Für Wassernachschub ist auch gesorgt. 

Das Feuerwehr Auto 

Über dessen Drehleiter man auf den Feuerwehrturm  klettern kann.


Das Nebengebäude mit dem Mannschaftsraum und den Spinden auf der Rückseite.

Und die doppelschaukel.

Mit dem Sprungtuch steht sie auch bereit. 

Wasserentnahmestelle ist prinzipiell vorhanden, allerdings nur in der Saison von Mai-September aktiv. 

Ein Ruhebereich zum Picknicken und ein kleiner Fußballspielplatz mit 2 Toren ist ebenfalls vorhanden. 
Ich empfehle außerhalb der Saison die Mitnahme von ausreichend Wasser. 

Außerdem gut Proviant – der nächste Supermarkt ist eine Busstation weit weg. 
Der junge Baumbestand wird erst in 2 Jahrzehnten als Schattenspender dienen können – bis dahin empfiehlt sich die Mitnahme eines Schattenspenders (Halbzelt oder Schirm). 

Ansonsten ein schöner Spielplatz und ein echter Geheimtipp. 

Bis zum nächsten mal

Bald ist das erste Schuljahr um. Zeit für eine Zwischenbilanz 

Vor bald einem Jahr wurde Benjamin beim Stadtschulrat für Wien, vom Schulbesuch zum häuslichen Unterricht abgemeldet. In zwei Monaten ist es nun so weit: Benjamin wird dann zu seiner ersten ExternistInnenprüfung antreten müssen. Der heutige Frühlingsbeginn ist deshalb ein guter Zeitpunkt um das letzte Jahr etwas Revue passieren zu lassen.

Benjamin hat ganz ungezwungen in dieses Schuljahr gestartet. Er hat vermehrt zu malen begonnen, interessierte sich aber nicht fürs lesen, schreiben oder rechnen – und das blieb auch vorerst so. Ich muss zugeben, dass mich das in Anbetracht der bevorstehenden Prüfung, durchaus in Panik versetzt hat. Vor allem auch deshalb weil Constantin – mit seinen gerade eben 5 Jahren – quasi das Paradebeispiel für selbstbestimmtes und selbstorganisiertes lernen ist. Eben so selbstverständlich wie Benjamin malte, lernte Constantin lesen.  Ich war also verleitet anzunehmen, dass Benjamin das in der Form vielleicht einfach nicht kann und die ließ mich von meinen Gefühlen hinreißen mich mit ihm hinzusetzen und Schulstoff zu lernen anstatt zu erkennen das malen für ihn gerade wichtiger ist – selbst wenn es kein Gewicht im Lehrplan hat. Das allerdings führte sehr bald dazu, dass Benjamin schon komplett abblockte und wütend wurde, wenn man seine Bücher nur in die Hand nahm um sie wo anders abzulegen. 🙈 Er verweigerte sich komplett und flüchtete sich  – wie Sarah Lesch es in Testament so schön und treffend formulierte – in Kunst oder (bzw. Bei uns: und) Konsum.  Jedes Mal wenn man ihm etwas abverlangte, begann er zu malen oder parkte sich vor dem Fernseher. 🤔

Ein Schuss in den Ofen

Da erkannte ich, dass es so auch nicht funktionieren kann. Irgendwo war der Hund drin. Peter hatte eine Woche Urlaub,  Benjamin war in der Woche darauf bei seinem Vater und danach waren die Kinder alle, einer nach dem anderen, krank. Es blieb kaum Zeit sich auf diese Problematik zu konzentrieren.

Da begann Benjamin dann damit auf seine Zeichnungen zu schreiben. Er malte ein Fahrzeug und schrieb Polizei, Kran oder Hubschrauber dazu. Plötzlich wurde schreiben interessant und er kam immer wieder zu mir, um zu fragen wie man etwas schreibt. Zwei Wochen darauf kann man ihm Wörter buchstabieren, da er die meisten Buchstaben beherrscht.

Der Druck lässt nach

Im ersten Schuljahr wird nur Mathematik und Deutsch geprüft. Constantin sticht deshalb auch so hervor, weil er sich genau bei diesem Pflichtfachstoff gerade seine Domäne gefunden hat. Das interessiert ihn, also lernt er es! Ganz selbstverständlich – ohne mein Zutun. Benjamin allerdings, war in dem Bereich einfach noch nicht so weit – unabhängig von der Tatsache dass er älter ist. Lesen und Schreiben waren für ihn einfach noch nicht so wichtig wie malen. Wenn man es aber genau betrachtet, ist das nichts Neues!

Im Jänner 2016 bei der Einschreibung in der Schule (die in Österreich notwendig ist auch wenn man seine Kinder abmelden will) sprach sich die Lehrerin, welche die Einschätzung und Beurteilung vornahm, für ein Vorschuljahr aus, weil er noch nicht so weit sein würde in der ersten Klasse zu bestehen. Die Direktorin der Schule die weder bei der Einschätzung anwesend war, noch jemals mit ihm gesprochen hatte, stufte ihn nachdem ich über den Wunsch der Abmeldung sprach, trotzdem für die 1. Klasse ein und schmetterte meine Bedenken einfach ab. Im März 2016 bei der schulärztlichen Untersuchung, meinte auch die Schulärztin das Benjamin noch nicht reif genug für die erste Klasse wäre. Ich hätte darauf bestehen müssen, dass sie das schriftlich festhält, dann hätte ich mich darauf berufen können. Stattdessen machte ich aber den nächsten Fehler und sagte sinngemäß, dass ich ihr da zustimme, aber die Direktorin meinen dahingehenden Wunsch bereits abgeschmettert hätte. Und prompt war das Thema auch da vom Tisch und die Ärztin bestätigte die Schulreife. Dass ich dagegen Einspruch hätte einlegen und auf eine schulpsychologische Beurteilung hätte bestehen können, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Ein bisschen Spannung bleibt.

Alles in allem glaube ich inzwischen schon, dass er die Prüfung vom Wissen her bestehen kann. Aber ich hätte ihm einfach gewünscht, dass er es souveräner bewältigen würde können. Dass er genug Zeit hätte, sein nun entdecktes Interesse auch noch zu festigen. Noch ist er sehr unsicher und das könnte ihm tatsächlich im Weg stehen – weil er oft gar nichts sagt, aus Angst was falsches zu sagen. Wie die Prüfung für ihn ausgeht, kann ich aus heutiger Sicht deshalb tatsächlich nicht abschätzen. Aufgrund der gesammelten Erfahrung ist es nun aber an mir keinen Druck aufzubauen um ihm in Ruhe die Möglichkeit zu geben sein Wissen zu festigen. Und festigen tut es sich am besten mit begeisterung,.. am besten im Spiel.  

Und trotzdem: Auch wenn er alles kann, bleibt möglich, dass er nicht besteht, weil er Probleme damit hat geprüft/gefragt zu werden. Denn dann blockt er ab, und dabei geht’s nicht mal um Schulstoff.. Er erzählt einem von sich aus was, aber er mag es nicht wenn man ihm zum selben Thema fragen stellt. Als Beispiel: Er kommt vom Besuchswochenende nach Hause und erzählt manchmal was er gemacht hat. Wenn man ihn aber danach fragt was er gemacht hat, dann sagt er garantiert nichts. Es kann sein dass er nächstes Jahr in die Schule gehen muss. Deshalb stehen im Frühling und Sommer nun wieder vermehrt Ausflüge an, im Augenblick würde es mir tatsächlich widerstreben einen – im Falle des Falles – angeordneten Schulbesuch zu verweigern. Aber… Wer weiß ob es überhaupt notwendig werden würde, also lassen wir es erstmal auf uns zukommen.
Bis dahin, alles Liebe