Spielemontag: Junta

Willkommen zum zweiten Beitrag am Spielemontag. Heute möchte ich euch ein Spiel vorstellen das mich schon seit den 80ern begleitet: Junta

Bei Junta geht es darum, möglichst viel Geld auf das persönliche Schweizer Konto zu schaffen. Dazu ist nahezu jedes Mittel recht: offene Attentate, Bestechung, Raub usw

Das Spiel findet in der fiktiven „Republik de la Bananas“ statt. Ein Spieler übernimmt die Rolle des Präsidenten. Als solcher obliegt ihm die Regierungsbildung. Er verteilt sechs Ämter unter den anderen Mitspielern. Dazu gleich vorweg: das Spiel funktioniert gut mit vier oder mit sieben Spielern, jede andere Spieleranzahl macht schon bei der Ämtervergabe Probleme. Bei vier Spielern vergiebt der Präsident an jeden Mitspieler einfach zwei Ämter. Die Ämter haben natürlich unterschiedliche Stärken und Schwächen, die aber, mit Ausnahme des Innenministers, nur im Falle eines Putsches zum Tragen kommen. Aber dazu später mehr.

Noch vor der Ämtervergabe zieht jeder Spieler zwei Politikkarten. Politikkarten beinhalten Wählergruppen, Attentäter, Sonderaktionen, Kampfgruppen für den Putschfall usw.  Wählergruppen können offen vor dem Spieler ausgelegt werden, um zum Beispiel für ein mächtiges Amt interessant zu sein, oder zurückgehalten werden um überraschend bei einem Wahldurchgang die Nase vorn zu haben. Alle anderen Kartern werden nur ausgespielt wenn sie verwendet werden.

Als nächste Aktion hebt der Präsident acht Geldscheine vom Stapel. Es gibt 1-, 2- und 3-Millionenscheine, aber nur der Präsident weiss was er in der Hand hält. Jetzt muss der Präsident einen Staatshaushalt vorlegen in dem er jedem Amt Geld oder auch nicht zusichert. Im Anschluss wird über den Haushalt abgestimmt (dafür die Wählergruppen, die unterschiedlich starke Stimmkontingente haben). Aber: es gibt immer zwei Wahldurchgänge und der zweite ist der Entscheidende (jetzt klar warum man eine Wählergrupenkarte zurückhält?). Sollte der Haushalt angenommen werden verteilt der Präsident das zugesagte Geld und streift den Rest selber ein. Sollte er nicht angenommen werden behält er sich einfach alles. Aber Achtung! Der Innenminister kann mit der Polizei das Parlament besetzen und den Staatshaushalt mit Gewalt durchsetzen. Beide Lösungen führen aber zu einem Putschvorwand!!!

Im folgenden Abschnitt wählt jeder Spieler geheim einen Aufenthaltsort (Daheim, Freundin, Hauptquartier, Nachtclub und Bank). Um Geld aufs Schweizer Konto zu bringen muss natürlich Bank gewählt werden. Blöd vor Allem, das der Innenminister in jeder zweiten Runde gratis einen Attentäter in die Bank schicken kann (Schießerei in der Bank). Sollte ein Attentäter, die anderen Spieler könenn ja den einen oder anderen durch Politikkarten bekommen, erfolgreich sein, bekommt der Auftraggeber das Geld des Opfers (es gibt einige Attentäter die andere Effekte haben) und das vakante Amt übernimmt der Schwager des Präsidenten (also der Spieler des Präsidenten), was wiederum im Falle eines Putsches drastische Auswirkungen haben kann.

Nachdem alle Spieler die die Attentäterphase überlebt haben ihre möglichen Aktionen erledogt haben (Geld einzahlen, das Hauptquartier ermöglicht einen Putschvorwand, usw) kommen wir zur letzten Phase: die Putschphase. Sollte aus irgend einem Grund ein Putschvorwand bestehen kann sich ein Spieler zum Rebellenführer erkären (oder erklären lassen) und es findet eine Auseinandersetzung um die Hauptstadt statt. Alle Ämter ferfügen von Haus aus über ein bestimmtes Truppenkontingent das sie jetzt in den Kampf werfen können, denn man muß am Putsch gar nicht teilnehmen, sondern kann ihn auch einfach aussitzen (LANGWEILIG!!!). Zusätzlich können noch andere, in erster Linie behindernde Verbände eingesetzt werden, wie zum Beispiel, streikende Hafenarbeiter, demonstrierende Studenten, ein Hubschrauber, usw.

Ein Putsch dauert immer sechs Kampfrunden, man kann sich also immer ausrechnen wohin auf der Karte man mit seinem Kontingent hin kommt. Wichtig ist aber: außer dem Präsidenten und dem Rebellenführer können alle anderen Spieler die Seiten frei wechseln, auch mehrmals. Ist halt alles eine Frage des Geldes……Achtung, Geld auf dem Schweizer Konto ist unantastbar.

Nach dem Putsch ist der Präsident entweder gestürtzt oder er bleibt weiter im Amt. Sollte er gestürtzt werden gibt es in der nächsten Runde sehr wahrscheinlich einen neuen Präsidenten. Das Kann der Rebellenführer sein, muss aber nicht.

Im Anschluss startet das ganze wieder von Vorne. Wenn der Geldscheinstapel aufgebraucht ist (ich glaube mich an 11 Runden zu erinnern) endet das Spiel und der Spieler mit dem meisten Geld in der Schweiz hat gewonnen.

Als Tipp: der Präsident hat das Geld in der Hand. Wenn man also einen Spieler zu Lange im Amt belässt kann es leicht passieren das er uneinholbar Reich wird. Also putschen so oft es nur geht!!!

Wie ihr seht, ein Spiel das selbst die besten Freundschaften auf eine harte Probe stellen kann, denn für den Sieg ist hier nichts heilig!!!!

Aber wenn alle Beteiligten das Spiel als reine Unterhaltung betrachten kann eigentlich nichts schief gehen. Mit Junta habt ihr ein Brettspiel mit viel Humor, das so manches Klischee auf die Schaufel nimmt und für viel Unterhaltung sorgt.

Seit einiger Zeit ist auch eine Kartenspielvariante erhältlich. Da ich diese aber weder besitze noch schon einmal gespielt habe kann ich darüber nichts sagen. Ich erwähne sie hier nur der Vollständigkeit halber.

Also, viel Spass in der Republik e la Bananas und viel Erfolg beim Schmiergeld kassieren

Euer Dark Priest

 

 

Wochenrückblick [KW49]

Hallo meine Lieben!

Auch diese Woche steht noch im Zeichen den kotzenden Kindes. 😐 und ist deshalb etwas eingeschränkter als üblich. Hoffentlich sind wir jetzt erst mal für eine Weile durch.

Was ging die Woche weiter?

Benjamin rechnet in der Schule im Zahlenraum 100 – allerdings noch ohne Zehnerüberschreitungen nzw. -unterschreitungen und liest inzwischen deutlich flüssiger. Kommende Woche hab ich Elternsprechtag – danach kann ich euch von der Seite vielleicht mehr schreiben.Über die Lernfortschritte von Constantin zu berichten ist im Moment schwierig. Den erforderlichen Stoff, um die erste Schulstufe erfolgreich abzuschliessen, kann er bereits. Einzig das Schreiben erfordert noch einige Übung, aber er hat auch noch gut 5 Monate Zeit. Weder er noch wir als Eltern stehen daher unter Druck, was eine durchaus entspannte Situation erzeugt. Wo er aber viel Aufholbedarf hat, ist zum Beispiel das Übernehmen von Verantwortung und zwar in erster Linie mal das Übernehmen von Eigenverantwortung. Da mangelt es ihm dann doch an Entusiasmus. Die eigene gewaschene feuchte Wäsche wird zum Beispiel nur mit Daumen und Zeigefinger einer Hand am Ende eines ausgestreckten Armes aus dem Wäschekorb gehoben und auch in dieser Körperhaltung unausgeschüttelt und unausgebreitet auf den Ständer gelegt :D, den Besen um das eigene Zimmer zu kehren lässt er gerne stehen – könnte ja jemand anderer vorbeikommen der das für ihn machen will, usw. Es ist zwar nicht unser Ziel unsere Kinder zum Mitarbeiten zu zwingen, aber bei einem Haushalt mit sieben Personen muss jeder seinen Beitrag leisten und zumindest den eigens verursachten Mist weg machen. Und genau daran arbeiten wir jetzt. Bis jetzt hat es offenbar immer wer anderer für Ihn übernommen das zu tun – und das fiel eigentlich kaum auf weil wir solche Aufgaben bisher meist alle zusammen erledigt haben.. und ich nicht darauf achtete ob wer nicht anpackte.. solange jemand mit machte. Seit 2 Wochen aber fällt es deutlicher auf.
Was mir die Woche auch auffiel: Aufgaben von den farbigen Sparteln übernimmt er als einziger nicht von sich aus.

Lilith liest nun regelmäßig. Auch sie hat die „ABC der Tiere“ Fibel zu diesem Zweck ausgewählt.
nach mu, mi, mo, me, und ma – kann sie nun auch bereits la/e/i/o/u, A, E, I, O, U und ta/e/i/o/u. die nächste Silbe in der Reihe wäre ra/e/i/o/u. Mal sehen wann sie soweit ist.
Sie übt das Schreiben. Und rechnet im Zahlenraum 10 plus und minus.
Wir warten aktuell noch immer auf das Schreiben vom Stadtschulrat bezüglich ihrer Einschreibungsphase die ja jetzt im Jänner startet. Aber das kann sich eigentlich auch nur mehr um Tage handeln bis der Schrieb da ist. Und dann geht es eh schon daran einen Termin für die Einschreibung auszumachen.
Denn es ist ja so dass das Einschreibungsverfahren inkl. der Schulreifefeststellung alle Kinder durchlaufen müssen, selbst wenn klar ist dass das eigene vom Schulbesuch abgemeldet wird.Anthea und Laurentin erweitern nahezu täglich ihren Wortschatz. Auch die Aussprache wird zunehmend deutlicher. Das gemeinsame Spiel mit den älteren Geschwistern bekommt ebenfalls einen immer höheren Stellenwert bei beiden. Vor allem Anthea spielt mitlerweile ausgeprägt mit ihrer großen Schwester. Ich denke das der Kindergarten hier viel bewegt hat. Laurentin lebt seine Begeisterung den Hund und die Fische zu füttern im Moment voll aus. Er holt selbstständig eine Schale aus dem Keller, kippt den Inhalt in die Futterschüssel und zerkleinert das Ganze auf  maulgerechte Stücke. Nur aufmachchen kann er die Schalen noch nicht. Da braucht er Hilfe. Zum Glück! Denn so kann man es wenigstens im Auge behalten, ansonsten hätte Lilly mit Sicherheit in den vergangen Wochen deutlich an Umfang zugelegt. 😀

So, das war die erste Woche mit dem Versuch jeden Tag einen Blogbeitrag zu veröffentlichen. Bis auf den Donnerstag, an dem ein alter Beitrag wieder hervor geholt, abgestaubt und auf FB geteilt wird. Bin sehr froh dass wir das hinbekommen haben und freu mich auf die nächste Woche.

Alles liebe

 

Verbindungen stärken durch gemeinsames Spiel [Bindungsförderung]

Hallo meine Lieben!

An diesem Samstag vormittag biete ich einen kurzen Überblick über Bindungsspiele. Beschreibe die Merkmale von Bindungsspielen und was sonst noch wichtig ist:

Ich denke uns ist allen klar warum eine gute Bindung(-spiele) wichtig ist. Aber trotzdem nochmal zusammengefasst:
*weil sie die dazu beitragen können die Eltern-Kind-Bindung zu stärken – was sich vor allem in Krisensituationen auswirken wird.. was gleichermaßen für eine Krise im Kindergartenalter aber auch für jene die im Teenageralter oder später durchlebt werden müssen, zutrifft. Zu Erleben was es bedeuted einen sicheren Hafen zu haben in den man bei schlechtem Wetter einkehren kann, macht Menschen Unabhängiger und nicht Anhänglicher.
*weil sie zum emotionalen Wohlbefinden beitragen aber auch
*weil sich Humor und Lachen nachweislich positiv auf die Gesundheit auswirken
*weil sie helfen können Vertrauen, Empathie, Selbsbewusstsein, Sicherheit, Geben & Nehmen, Freude und Humor weiterzuentwickeln
*weil Lachen im Zentrum steht und einen Niederschwellige Zugangsmöglichkeit bietet

Merkmale von Bindungsspielen:

Bindungsspiele…

*sind interaktiv und können von jedem, überall und zu jeder Zeit gestartet werden.
*sind Spiele bei denen das Lachen (aber niemals Auslachen!) im Mittelpunkt steht.
*sind gratis aber nicht umsonst!
*fördern die Kooperationsbereitschaft
*helfen Stress und Anspannung abzubauen
*spielen die meisten automatisch ohne um die Bedeutung zu wissen.

*sind nicht aggressiv
*sind nicht belustigend
*sind auch nicht belehrend oder korrigierend
*sind niemals wettbewerbsorientiert
*oder fix reglementiert – dh Regeln können sich von Heut auf Morgen ändern
*sind keinesfalls übergriffig – für den Vertrauensaufbau und die Sicherheit sind Grenzen zu wahren, psychische wie physische
*und dienen nicht der Ablenkung – also werden optimalerweise nicht anfangen wenn das Kind weint und sich nicht beruhigen lässt.

Bevor ich aber in dieser Rubrik beginne Spielideen vorzustellen auf die all das zutrifft – nehmen wir uns Zeit zur Reflektion:

Da wir mit Kindern – unreflektiert, dh wenn wir uns nicht bewusst dazu entscheiden es anders zu machen – so umgehen, wie mit uns ungegangen wurde, lohnt es sich zu Hinterfragen welche Erfahrungen man selbst überhaupt gemacht hat!

Klärt für euch selbst, mit eurem Partner, mit einer Freundin oder einem Familienmitglied (das am Besten nicht umbedingt die eigene Mutter, oder der eigene Vater ist) einige Fragen (diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit sondern bietet nur Denkanstöße – sprecht einfach über das Thema)

*Was war als Kind dein Lieblingsspielzeug?
*Welches dein Lieblingsspiel?
*Mit wem hast du gespielt? Und wie ging es dir dabei?
*Gibt es ein Spielzeug dass du umbedingt haben wolltest aber nie bekommen hast?
*Wie ist es dir gegangen wenn du bei spielen gewonnen/verloren hast?
*Wurdest du wegen dem (mit) was du spielst oder wie lange (im Bezug aufs Alter) du gespielt hast jemals kritisiert?
*Wie geht es dir dabei wenn du dein Kind spielen siehst? Genießt du es zuzusehen, oder bist du genervt weil es dich permanent auffordert mitzuspielen oder immer dasselbe Spiel spielt? Wünscht du dir es würde öfter alleine Spielen oder dich öfter mitspielen lassen? Wie geht es dir damit wenn dein Kind immer gewinnen will, schummelt oder eigene Spielregeln erfindet? Kannst du mit dem Spielzeug dass dein Kind sich aussucht etwas anfangen?

*Würdt ihr euch diese Erfahrungen für euer Kind bzw. eure Kinder auch wünschen? Was davon nicht – und warum?

Ich denke damit hätten wir alle erstmal eine Weile genug zu tun. 😀
Also stellt euch die Fragen, sprecht darüber mit anderen
Vielleicht überrascht euch ja was Sie zu Tage fördern.

Nächste Woche geht es dann ab hier weiter..
Bis dahin alles Liebe

Victoria

(m)eine Challange + freebie [Organisation und Haushalt]

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Hallo meine Lieben!

Wo beginne ich.. :/ am besten vor etwas über einem Jahr.

Im ersten Lebensjahr von Laurentin hab ich mir eine Putzfrau gegönnt. Eine Frau die regelmäßig durchs Haus geht und mir so die gröbste Hausarbeit abnimmt. Und trotzdem bin ich immer wieder im Chaos versunken. Unterstützt von 5 Kindern oft schon keine 24 Stunden später. Ich war ziemlich frustriert – auch wegen dem scheinbar sinnlos hinausgeschmissenen Geld – und kam zu dem Schluss, dass ich das so nicht mehr will. Ich machte also was ich immer tue und begann zu recherchieren. Sah mir Life-Hack-Videos auf Youtube an, las Blogs und Artikel und stieß schließlich in einer Mama-Gruppe in einem Putz-Motivationsthread auf Konmari bzw. so auf die Hörbuchversion von „Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert.“ von Marie Kondo (Konmari).

Ich hab also aufmerksam zugehört und es auf mich wirken lassen – zugegeben wenn sie davon schreibt/liest dass auch Dinge Gefühle haben .. bin ich der Typ Mensch dem es wirklich schwer fällt nicht verächtlich zu schnauben – aber das hab ich dann einfach irgendwann überhört. Die Message selbst kam trotzdem bei mir an.

Und so begann ich damit meine Dinge auszumisten. Und zwar dann doch tatsächlich nach dem Konmari-Prinzip. Bei dem es darum geht, die Dinge einzeln in die Hand zu nehmen und sich zu fragen:
*Macht es mich glücklich? und/oder *Ist es mir nützlich?
Angefangen hab ich mit meinem Kleiderschrank, über meine Bücher, Säckeweise Kinderkleidung, Schuhe und Kinderschuhe, die Küche – ich hab mich von einiger Tupperware und anderem Geschirr getrennt, anderes behalten, habe die meisten meiner Küchengeräte verkauft, auch Spielzeug hab ich ausgemistet, ich hab mein E-Mailpostfach mit 12.000 Mails bearbeitet und diese Zahl auf eine Endsumme von 21 Mails reduziert, usw… selbst meine Stoffschrankleichen haben großteils dran glauben müssen.

Bei jedem Teil das gehen durfte hab ich mich gefragt wie es überhaupt bei mir ankam.

*Habe ich es gekauft?
– Warum?
– Hab ich es gebraucht/benutzt?
– Warum macht es mich nicht glücklich? (steht es mir nicht?, passt es nicht zu mir?, störe ich mich am Material, der Farbe, der Verarbeitung oder am Aufwand bei der Pflege/Instandhaltung?)
– Wie kann ich mich selbst in Zukunft davor bewahren solche Käufe überhaupt zu tätigen?

*Wurde es mir geschenkt? Oder gar „gespendet“? (viele Menschen glauben ja einem was Gutes damit zu tun, ungefragt Kinderkleidung anzuschleppen.. Sätze die ich dann höre fangen oft mit der Phrase „mit fünf Kindern..“ an und enden auf „..braucht man das ja sowieso“ #nein, „..kann man nicht genug haben“ #oh,doch!)
– Wie kann ich das umgehen?
Darf ich „nein, danke!“ sagen? Und – kann ich es überhaupt? (ich ertappe mich nämlich dabei es dann trotzdem anzunehmen – selbst wenn ich schon weiß, dass es nichts für uns ist)

Ich bin in dieser Zeit wirklich schon sehr viel Ballast los geworden – aber wenn ich ehrlich bin, war ich nicht besonders konsequent dabei es bis zum Ende durchzuziehen.

Ich stieß, durch eine andere Facebookgruppe, auf ein zweites Buch, und zwar „Die magische Küchenspüle – Sich selbst und den eigenen Haushalt auf Hochglanz bringen“ von Marla Cilley (die Flylady), durch die ich angefangen hab mich mit Routinen auseinanderzusetzen, und für mich welche zu finden an die ich mich halten kann. Und daneben, und den übrigen Verpflichtungen hab ich schlicht keine Zeit mehr zum Ausmisten gefunden.

Die Routinen funktionierten auch ziemlich gut wie ich finde. Und ich war eine Zeit lang sehr stolz, dass ich alles unter einen Hut bekam und dafür keine Putzfrau mehr brauchte. Aber es war natürlich auf unseren 200m² ein heiden Aufwand. Und ganz zufrieden bin ich damit auch nicht – zumindest nicht ohne vorher nochmal richtig ausgemistet zu haben. Eine der Kernaussagen in beiden Büchern ist nämlich dass man Gerümpel nicht Ordnen kann. Und durch Konmari (und das hinterfragen warum sich die dinge überhaupt in meinem Besitz befinden) hat sich meine Einstellung zu den Dingen die ich besitze(n will) und vor allem auch den Dingen die ich anschaffe grundsätzlich verändert. Heute betrachte ich immer noch einiges von dem was ich habe als solches Gerümpel, welches ich noch los werden will/muss.

Mein Schlüsselerlebnis:
Ich habe letztens – nachdem mein Mann den Tupperware Katalog mit nach Hause gebracht hat – ihn durchgeblättert, mir alles interessiert angesehen, ihn zugemacht und musste dann breit und sehr zufrieden Grinsen. Denn ich schloss den Katalog mit dem Gedanken: „Ich hab meine 5 Produkte. Mit denen bin ich zufrieden und habe damit bereits alles was ich brauche„. Und das fand ich ungeheuer befreiend und befriedigend.

Genau da will ich hin.. und zwar im Bezug auf einfach alles.

Jetzt im Moment ist es aber so dass krankheits-, einschränkungs-, alltags- und motivationsbedingt weder die Routinen greifen noch sonst was.. immer kommt was dazwischen und es geht wieder bergab. 😦 Deshalb brauch ich ganz dringend einen gewaltigen A*schtritt. Also .. verschaffe ich mir den nun dadurch, dass ich euch zu meinen Zeugen mache. 😀 Ich bin in der 30. Schwangerschaftswoche hab also noch einige Wochen gut und kann in den nächsten Wochen auch den Motivations-Bonus „Nestbautrieb“ nutzen. Deshalb gefällt mir die Idee, mir eine Challenge (überwiegend nach Konmari) aufzuerlegen. Ich habe vor, mir jeden Freitag ein realistisches Ziel zu setzen, welches ich bis zum nächsten Freitag erreichen will – und berichte euch dann darüber ob das funktioniert hat. Wo es Probleme gab, ob und welche Lösungen gefunden wurden, usw. und sag euch natürlich welches neue Ziel ich mir für die nächste Woche setzen will. Außerdem würd ich mich freuen wenn ich mit meiner Challenge nicht allein bin – also falls wer mit machen will? Nur zu!

Zur Ausgangssituation… was soll ich dazu schon sagen?

Kennt ihr den Spruch „In unserem Zuhause ist es sauber genug um nicht krank zu werden, aber dreckig genug um sich wohlzufühlen!“ Tja.. krank werden wir zwar nicht,.. aber wohl fühl ich mich auch nicht.

Wie schon oben erwähnt ist die erste Kategorie die nach Konmari ausgemistet wird, der Kleiderschrank.

D.h.:
alle Jacken, Oberteile, Hosen, Kleider, Röcke, Unterwäsche, Socken, Bettwäsche, Handtücher, Schuhe und Taschen werden in einem Rutsch geprüft ob die Teile bleiben (weil sie mich glücklich machen oder mir [aktiv] nützlich sind [und nicht bloß vielleicht irgendwann nützlich „sein könnten“]) oder weiterziehen dürfen.

Zur besseren Übersicht hab ich für uns eine Checkliste kreiert, die ihr euch hier kostenlos downloaden könnt:

Nun hab ich das vor einem Jahr schon gemacht!
Ich hab im Schnitt etwa 80% von dem was ich besaß je nach Zustand gespendet oder entsorgt. Auch bei der Kinderkleidung hab ich das meiste ausgemustert. 

So und jetzt? Ein Jahr später und ohne Shoppingtouren oder großartige Nähaktionen für mich selbst, komme ich zu einem für mich überraschenden Schluss: Ich habe nach wie vor Kleidung die ich das ganze Jahr nicht getragen habe! Auch meine Kinder haben Kleidung die ich ihnen einfach nicht anziehe – und sie sich selbst auch nicht.

Und das wird meine Challenge diese Woche:

Ich werde mir jeden Tag einen Schrank – beginnend mit meinem eigenen – vornehmen, und nochmal ausmisten. Nächsten Freitag, soll sich also nur mehr das darin befinden was ich wirklich besitzen will.

Ist das realistisch?
Ich denke schon. Weil mein Schrank ja ohnehin schon sehr stark reduziert ist – trau ich mir zu das an einem Tag zu schaffen. Und die „Schränke“ meiner Kinder sind auch ziemlich begrenzt – jedem Kind steht ein IKEA Trofast 3×3 Regalrahmen mit jeweils 9 flachen Einschüben zur Verfügung. Das hat bisher gereicht. Ich denke wenn ich mir jeden Tag 30 Minuten für einen Schrank nehme, sollte das funktionieren.

Also – ab ans Werk! Bis zum nächsten Mal

Victoria

mein Mehlspeisentraum [kreatives Handwerk]

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unbeauftragt und unbezahlt

Hallo meine Lieben!

Ich hab mich entschlossen diese Rubrik nicht mit dem Nähen oder der Fotografie zu beginnen, sondern – weil es gerade so gut zu dieser Jahreszeit passt – mit meinem liebsten Rezept für warme Mehlspeisen.

Und zwar: Topfenknödeln
für die Internationale Leserschaft:
Topfen = Quark
Bröseln = Paniermehl

Zutaten

Was wir benötigen

Für die Knödel:
*1 Topfen,
*1 Ei,
*50g Magerine,
*1 Pkg Vanillezucker,
*5 EL Grieß (ich bevorzuge den Himmeltau Kindergrieß mit Bienenhonig) und dann
*Vollkornweizenmehl (schmeckt mir am besten geht aber auch ein anderes)

Bröselmantel:
*Bröseln
*Butter

Erdbeerspiegel:
*Erdbeeren
*ggf Zucker


Die Zutaten – in der Reihenfolge der Zutatenliste – nach und nach in die Rührmaschine geben bis sich der Teig vom Rand der Schüssel löst, und quasi zu einem großen Klumpen wird der es anstrebt die Knethaken des Rührgerätes hinaufzuwandern. Dann passt die Konsistenz optimal zum Knödel formen.

so sollte der Teig aussehen – eine feste formbare Masse

Zum durchziehen lassen kommt die Masse abgedeckt in den Kühlschrank (ich lass ihn meist 3-6 Stunden ziehen). Anschließend forme ich mit bemehlten Händen Knödel, welche ich ins kochende gesalzene Wasser lege.

Achtung nicht zu groß die gehen (je nach verwedendeter Grießsorte) ein bisserl auf (ich mach sie meist mit 3 cm Durchmesser .. die werden dann etwa 5cm groß). Je nach Größe und Form kann die Kochzeit variieren. Ich lasse sie meist noch 5 Minuten im Wasser wenn sie schon an der Oberfläche schwimmen.

Zeitgleich Bröseln in Butter goldbraun anrösten und die fertigen Knödel direkt nach dem Wasserbad drin schwenken.

Für die Sauce einfach Erdbeeren einkochen und pürieren – ggf Zuckern um die Säure abzumildern.

Servieren und genießen!
Guten Appetit!

Für uns 2 Erwachsene + 5 Kinder + 2 Portortionen für Peter (der nimmt sie mit in die Arbeit) benutze ich ich 5 Topfen (die übrigen Zutaten ebenfalls x5), 700g Erdbeeren und etwa 400g Bröseln (welche ich für Bröselnudeln einfriere falls etwas davon über bleibt).

Alternativ zum Erdbeerspiegel kann man die Knödel auch mit jedem anderen Fruchtmuß, Kompott, Marmelade, Butter & Mohn oder geriebenen Nüssen, Zucker & Zimt usw. servieren. 

Alles Liebe und gutes Gelingen!

Victoria


Ein Ausflug ins Krankenhaus – [..als #Mäuschen bei uns]

Am Dienstag hält von nun an die Realität einzug. Mit eigener Rubrik. Alltagsgeschichten, Alltagsprobleme, Alltagslösungen, Alltagseinblicke, der Alltag in der Großfamilie halt. Die Möglichkeit hier Mäuschen zu spielen.

Zwar wieder mit einem Tag der nicht wirklich passt – weil definitiv nicht alltäglich,.. aber naja „das Leben ist das, was passiert während man Pläne schmiedet“ – also drauf los:

Das Leben mit 5 Kindern verlangt einem auch ohne Schwangerschaft schon einiges ab – und mit Schwangerschaft erst recht.

Alles begann schon gestern Abend – als sich mein Jüngster in einem kurzen Moment in dem ich abgelenkt war eine Flasche Putzmittel zu eigen machte und sich mit einem einzelnen Pumpstoß zielsicher ins Auge sprühte. Zum Glück hab ich keine ätzenden Reinigungsmittel im Haus weil ich seit der Mutterschaft einen großen Bogen um orangene Warnhinweiszeichen mache. Hab das Auge ausgespühlt. Aber er reagierte natürlich trotzdem sofort darauf. Er tränte stark, war gerötet, der Inhalt der Nasennebenhölen wurde durch den Köpereigenen ausschwemmversuch auch gleich mit herausbefördert.
 
Also stand ein Besuch in der Notaufnahme an.
Wir kommen dort an, sagen was passiert ist und werden sofort vorgezogen.
Ich halte Ihn während die Schwester das Auge erneut spühlt. Er potestiert – aber wir müssen da durch.
Die Krankenschwester meint zwischendurch „Sie haben schon ältere Kinder – oder?“, ich antworte knapp mit „Ja“, beschäftigt damit meinen Sohn zu fixieren. Woraufhin sie erwiedert „Das merkt man sofort!“. Ich frage Interessiert „Woran denn?“ und sie antwortet: „Kennen Sie diesen Spruch, dass Eltern beim ersten Kind der Hysterie verfallen wenn es mal Sand isst, während Elteren deren drittes Kind Sand isst fragen ob es dann noch Abendessen braucht?“. Ich lächle mild und bejahe. „Sie jedenfalls sind sehr ruhig und unaufgeregt und wissen dass das was jetzt kommt zwar nicht schön aber unvermeidbar ist.“
Einige Minuten später – das Kind trotz Abdeckung komplett nass – bekommen wir ein Ersatzshirt von einer der Schwestern.. dessen erwachsene Vorbesitzerin wohl winzig sein muss 😀 – und machen uns auf den Weg in die Augenambulanz im 1. Stock. Nach einer kurzen Untersuchung des wenig kooperativen Zwergenkönigs bekommt er eine Salbe ins Auge und wir fahren nach Hause. Kontrolle morgen Vormittag.

Er ging schlafen und die Nacht verlief Ereignislos.

Heut morgen kurz nach 05:30 aus dem Bett – alle Kinder schlafen.
Peter verlässt gegen 06:00 das Haus. Obwohl Benjamin um 06:00 aufgeweckt werden wollte, ließ ich das heut aus und ging erst in Ruhe frühstücken. Gegen halb 7 holte ich ihn aus seinem Bett und er machte sich fertig und frühstückte.
Dann wachten nach und nach die anderen auf, die ich der Reihe nach anzog und verköstigte.
Zeitgerecht bricht dann Benjamin auf um in die Schule zu fahren und ich diskutiere einstweilen mit Constantin.

Sein Standpunkt „Er will nicht mitfahren, sondern zu Hause bleiben“ 
Mein Standpunkt „Ich wüsste nicht wie lange das dauert – also bleibt ihm keine Wahl“

Keine 30 Minuten später sind alle Fertig und wir brechen auf.
Constantin mäßig begeistert. Kooperiert, aber schweigt (und das heißt bei ihm was!)… tja, man kanns halt nicht allen Recht machen.


Die Mädchen checken im Kindergarten ein und wir fahren weiter in die Augenambulanz zur Kontrolle. Auf dem Weg halten wir beim DM um Wegwerfwindeln und Feuchttücher zu besorgen, die hab ich nämlich vergessen.. und Laurentin hatte die letzten beiden Tage Durchfall.. also :/
Kaum dass wir das Krankenhaus betreten weiß Laurentin wo wir nun sind – und beginnt zu meckern. Geht zwar weiter mit uns mit aber tut seinem Unmut auch kund. Irgendwie trotzdem süß. Auch er weiß und kann auch an mir ablesen – das dies nun unvermeidbar ist. Um 09:20 melden wir uns an (um 09:30 hätte die Anmeldung geschlossen *phu*). 

Nach einer Stunde warten in der Laurentin mit einer etwa 12-13 Jährigen Schülerin flirtet – und Constantin eine freie Doppelseite in meinem Bullet Journal bekritzelt, werden wir aufgerufen.


Laurentin betritt denselben Raum wie gestern Abend und die Kooperationsbereitschaft sinkt augenblicklich auf das absolute Mindestmaß.
Er wird untersucht und das Auge ist okay. Keine bleibenden Schäden. Gegen die Rötung gibts Augentropfen und wir gehen wieder nach Hause.

Auf dem Heimweg will Laurentin dann nicht mehr selbst gehen, ich nehme ihn in die Frl.Hübsch und wir setzen unseren Weg heim fort. Ich (die morgen in die 30. Schwangerschaftswoche startet) also bepackt mit 14 Kilo Kind am Rücken, und meiner Umhängetasche die mit Windeln, Feuchttüchern, meinem Zeug und Getränken mindestens nochmal 5kg wiegt gehe im ‚Schneckentempo heim. Meine Symphyse und die Iliosakralgelenksblockade machen sich bemerkbar. Und es tut einfach nur weh. Ich komme heim, bringe Laurentin ins Bett und warte auf Peters allmittäglichen Anruf.

Ich bin müde und fertig, mein Rücken tut weh und ich kann nur mehr winzige Schritte machen. Ich suddere wohl ziemlich beim Telefonat mit Peter, denn der disponiert seinen Dienst um, und schickt mich ins Bett. ❤ War bitter notwendig.

Auf dem Plan stand heute eigentlich Pasta Asciutta – aber die hätte ich schon vor Stunden im Slowcooker aufsetzen müssen, hab ich verabsäumt. Also muss ein Ausweichplan her – bei dem ich nicht kochen brauch – weil einfach nicht motiviert. Wir haben uns gegen Pizzaria und Chinesen und für den Mc*Shit entschieden.

Danach gings ab ins Bett.
Und jetzt .. hoffen wir dass morgen wieder Normalität einkehrt.

Ich wünsche einen schönen Abend.
alles Liebe

Victoria

Battletech [Spielemontag]

Werbung wegen Marken- und Firmennennung,
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Willkommen zum ersten Beitrag in dieser Rubrik. Ich bin der an anderer Stelle bereits erwähnte Mann von Victoria und werde in Zukunft die meisten Beiträge hier verfassen.

Es wurde ja schon an anderer Stelle erwähnt, das Spiele ein wichtiger Bestandteil unserer Freizeitgestaltung sind. In dieser Rubrik wollen wir euch nun einige davon vorstellen. Wir werden versuchen Spiele aus allen Untergruppen, also Brettspiele, Kartenspiele, Rollenspiele, Tabletop, usw bzw. auch für alle möglichen Altersgruppen also für Kinder, die ganze Familie oder eher für Erwachsene zu präsentieren. Natürlich konzentrieren wir uns zuerst auf Spiele die wir besitzen und gerne spielen.

Das erste Spiel das wir euch vorstellen wollen ist Battletech. Dieses Brettspiel hat für uns eine besondere Bedeutung, da wir uns dadurch kennen gelernt haben.

Battletech wurde in der zweiten Hälfte der 80er des vorigen Jahrhunderts von FASA veröffentlicht und ist mittlerweile in der fünften Edition, wobei die Grundregeln nahezu unverändert geblieben sind. Es handelt sich um ein Spiel in dem mehr oder weniger humanoide Kampfmaschinen, über Hexfelder bewegt werden und sich gegenseitig bekämpfen.

Die Hauptakteure werden Battlemechs, oder kurz Mechs, genannt, es gibt aber auch Panzer, Infanterie, Flugzeuge und Weltraumtaugliche Kampfmaschinen. Das Hauptaugenmerk liegt aber immer auf den Mechs und diese werden durch die Regeln eindeutig bevorzugt.

Spielfeld: Das Spielfeld ist eine mit Gelände bedruckte Karte über die ein Hexfeldraster gelegt wurde. Erhöhungen, Wälder, Gewässer und andere Geländemerkmale sind auf dem Karten schriftlich markiert, um die Identifikation zu erleichtern. Ein Hexfeld hat einen Durchmesser von ca 30m, eine Karte misst 17×15 Hexfelder. Für größere Spiele können beliebig viele Karten aneinander gelegt werden. Als Faustregel gilt eine Karte pro vier Mechs.

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Die Figuren: in den aktuellen Versionen des Grundspiels sind zwei doppelseitig bedruckte Karten und eine Anzahl Kunststofffiguren enthalten, deren Qualität über die Jahre immer besser wurde.

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Für die ersten Spiele reicht es wenn die beiden Partein in etwa gleich Stark sind, was sich mit den enthaltenen Figuren bewerkstelligen lässt.

Die „Recordsheets“: Das Herz des Spiels. Für jede am Spiel beteiligte Kampfmaschine gibt es ein sogenanntes Recordsheet, ein Datenblatt auf dem alle spielrelevanten Werte festgehalten werden. Auch während des Spiels erlittener Schaden wird dort vermerkt.

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Das Spiel: Die Spieler bewegen abwechselnd ihre Mechs, wobei der Spieler beginnt, der die Initiative, ein Wurf mit zwei sechseitigen Würfeln (Ja es gibt auch andere, 4-, 8-, 10-, 12-, 20-seitige, und ja, wir wissen das es geometrisch nicht korrekt ist, die deutsche Sprache hat uns aber leider kein anderes Wort zur Verfügung gestellt, in Englisch sind es „dice“), verloren hat, was dem anderen Spieler den Vorteil gibt auf die Bewegung seines Gegners zu reagieren. Jedes Überschreiten einer Hexfeldseite, jedes Drehung um eine Hexseite, verbraucht einen Bewegungspunkt. Verschiedene Geländemerkmale erhöhen den Verbrauch weiter. Auf dem Recordsheet ist angegeben über wie viele Bewegungspunkte ein Mech verfügt. Mechs wiegen zwischen 15 und 100 Tonnen. Üblicherweise sind die kleineren Mechs schneller, dafür sind die schwereren Kampfkräftiger. Zusätzlich verfügen einige Mechs über Sprungdüsen, was sie sehr beweglich macht.

Wenn alle Mechs bewegt wurden, wobei „stehenbleiben“ als legitime Bewegung zählt, beginnt die Feuerphase. Beginnend mit dem Spieler der die Initiative gewonnen hat deklarieren die Spieler abwechselnd mit welchen Waffen ein Mech auf welche Ziele schießt. Wenn alle Mechs deklariert sind werden die Treffer ausgewürfelt. Eigene Bewegung erschwert das Treffen. Bei +0 für einen Mech der sich nicht bewegt hat beginnend über +1 für Gehen, +2 für Laufen und +3 für Springen erschwert mein eigenes Tempo das Zielen. Das selbe gilt natürlich auch für mein Ziel. Je schneller es sich bewegt hat um so schwerer kann es getroffen werden. Durch diesen Vergleich ergibt sich eine Zahl die als Basis den „Gunnery“ Wert des Piloten hat, also wie gut er zielen kann. Diese Zahl muß mit 2W6 („Spielschreib“ für 2 sechseitige Würfel deren Ergebnisse zusammengezählt werden) übertroffen werden. Bei einem Treffer wird anhand einer Tabelle ermittelt wo der gegnerische Mech getroffen wurde, der verursachte Schaden wird durch die verwendete Waffe vorgegeben. Durch verschiedene kritische Treffer kann ein Mech ausgeschaltet werden, spätestens aber wenn sein Torso komplett zerstört wurde. Man nennt das „coren“, von engl. „Core“ für Kern. Dort sitzt der Fusionsreaktor. Wenn der kaputt ist hat es der Mech überstanden.

Wenn alle Schüsse abgehandelt wurden kommt es noch zum Nahkampf. Mechs die in angrenzenden Feldern stehen können auf einander einprügeln, sich Tretten, Stoßen, Rammen usw., was natürlich wieder Schaden verursacht. Ein Mech der in einer Phase 20 oder mehr Schaden erleidet muss einen Piotenwurf machen. Also testen ob der Pilot den Mech aufrecht halten kann. Bei Fehlschlag fällt die Maschine um und bekommt wieder Schaden.

Am Ende der Runde wird noch die Wärmeentwicklung festgehalten. Jedes Spiel braucht einen beschränkenden Faktor. Hier ist es die Wärme. Jede Aktion, egal ob Bewegung oder das abfeuern einer Waffe, erzeugt im Mech Wärme. Um diese Wärme abzubauen verfügen Mechs über Wärmetauscher. Sollte ein Mech mehr Wärme aufbauen als er Wärmetauscher hat produziert er Überhitze, was sich wiederum negativ auf seine Bewegung und Treffergenauigkeit auswirkt. Überhitze kann sogar zu Munitionsexplosion führen. Wir nennen das „riding the red line“.

Zum Spiel selbst ist zu sagen das man es am Besten von einem erfahrenen Spieler lernen kann. Ich kann einem neuen Spieler die Grundregeln in einem Einführungsspiel beibringen, ein Spiel mit 12 oder mehr Mechs pro Seite zu gewinnen dauert dann schon etwas länger.

Spiele zwischen zwei erfahrenen Spielern sind selbst für andere Spieler schwer zu verfolgen, für Außenstehende unmöglich, obwohl ich von zumindest einer Spielerin weiß die das Spiel nur durch zuschauen erlernt hat.

Wenn zwei gleichstarke, sehr gute Spieler auf einander treffen kann schon mal die eine oder andere Stunde vergehen. Trefferchancen besser als 9 oder 10 sind absolut Selten, oft gibt es in einer Runde gar keine Schussphase, da die Mechs so geschickt platziert wurden das ein Treffer nur auf 13 oder höher möglich wäre, was mit 2W6 halt nicht geht.

Ich habe Spiele gespielt die in einer Stunde erledigt waren und habe an Gefechten teilgenommen die sich über mehrere Tage erstreckt haben. Aber jedes Einzelne war spannend.

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Ergänzungen:

Nach der Startbox kommt das Buch „Total Warfare“. Darin wird das Spiel um die Regeln für Panzer, Infanterie und Fluggeräte ergänzt. Es gibt mehr Waffen, auch Nahkampfwaffen, Artillerie, Doppelwärmetauscher, Minen, Brandraketen (was die Wärme erhöht), usw

Das nächste Buch nennt sich „Tech Manual“ und wendet sich an alle Spieler die ihre eigenen Kampfmaschinen bauen wollen. Darin finden sich Konstruktionsregeln für alle Gattungen die in den Regeln erklärt werden. Was aber das wirklich Wichtige an diesem Buch ist: es werden Punktewerte für alle offiziellen Mechs, Panzer usw eingeführt, was es ermöglicht sehr ausgewogene Spiele zu spielen.

Das dritte Buch ist „Tactical Operations“ und ist eine Sammlung an Optionsregeln für Leute denen es noch zu einfach und überschaubar ist, woebei einige dieser Optionsregeln so heufig verwendet werden das sie fast schon als Standard gelten.

Im vierten Buch, „Strategic Operations“ werden Regeln für planetare Invasionen, Reparatur zwischen den einzelnen Gefechten usw vorgestellt.

Im letzten Regelbuch, „Interstellar Operations“ schließlich, kann man ein ganzes Sternenreich führen. Das ist aber tatsächlich nur mehr für Leute zu empfehlen die sonst keinerlei Verpflichtungen haben.

Neben den ersten drei Regelbüchern sind vor Allem die sogenannten „Technical Readouts“ zu erwähnen. Darin werden neue Mechs und andere Fahrzeuge vorgestellt. Da sich der Hintergrund weiter entwickelt hat, das Spiel startete im Jahr 3025, aktuell schreiben wir 3145, hat sich natürlich auch die Technologie verbessert, was wiederum zu neueren, besseren Kampfmaschinen führt.

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Als weitere Unterstützung gibt es mittlerweile ca 100 Romane in denen der Hintergrund an der Seite von mehreren individuellen Charaktären verfolgt werden kann.

Auch ein dazugehöriges Rollenspiel hat es mittlerweile in die vierte Edition geschafft.

Battletech hat auch auf dem Computermarkt Einzug gehalten. Erst vor Kurzem ist die jüngste Inkarnation erschienen. Außerdem hat ein unabhängiges Team das Spiel 1:1 als Gratisspiel im Internet veröffentlicht. Es sind alle offiziellen Maschinen und viele Optionsregeln enthalten.

Zum Schluß gibt es dann auch noch die Firma Iron Wind Metals, die Figuren im Maßstab 1:300 der meisten offiziellen (in einem Technical Readout erwähnten) Maschinen produziert.

Erhältlich ist das Spiel in Österreich aktuell nur im Onlinehandel. Mir ist derzeit kein Geschäft bekannt das es im Warenbestand führt. Es gibt aber einige deutsche Onlinehändler die ein recht umfassendes Programm bieten.

Ich hoffe ihr könnt euch etwas darunter vorstellen. Wir werden auch noch ein komplettes Spiel komentieren, das wird aber erst nach dem Weihnachtstress passieren.

Euer Dark Priest