Ein Ausflug ins Krankenhaus – [..als #Mäuschen bei uns]

Am Dienstag hält von nun an die Realität einzug. Mit eigener Rubrik. Alltagsgeschichten, Alltagsprobleme, Alltagslösungen, Alltagseinblicke, der Alltag in der Großfamilie halt. Die Möglichkeit hier Mäuschen zu spielen.

Zwar wieder mit einem Tag der nicht wirklich passt – weil definitiv nicht alltäglich,.. aber naja „das Leben ist das, was passiert während man Pläne schmiedet“ – also drauf los:

Das Leben mit 5 Kindern verlangt einem auch ohne Schwangerschaft schon einiges ab – und mit Schwangerschaft erst recht.

Alles begann schon gestern Abend – als sich mein Jüngster in einem kurzen Moment in dem ich abgelenkt war eine Flasche Putzmittel zu eigen machte und sich mit einem einzelnen Pumpstoß zielsicher ins Auge sprühte. Zum Glück hab ich keine ätzenden Reinigungsmittel im Haus weil ich seit der Mutterschaft einen großen Bogen um orangene Warnhinweiszeichen mache. Hab das Auge ausgespühlt. Aber er reagierte natürlich trotzdem sofort darauf. Er tränte stark, war gerötet, der Inhalt der Nasennebenhölen wurde durch den Köpereigenen ausschwemmversuch auch gleich mit herausbefördert.
 
Also stand ein Besuch in der Notaufnahme an.
Wir kommen dort an, sagen was passiert ist und werden sofort vorgezogen.
Ich halte Ihn während die Schwester das Auge erneut spühlt. Er potestiert – aber wir müssen da durch.
Die Krankenschwester meint zwischendurch „Sie haben schon ältere Kinder – oder?“, ich antworte knapp mit „Ja“, beschäftigt damit meinen Sohn zu fixieren. Woraufhin sie erwiedert „Das merkt man sofort!“. Ich frage Interessiert „Woran denn?“ und sie antwortet: „Kennen Sie diesen Spruch, dass Eltern beim ersten Kind der Hysterie verfallen wenn es mal Sand isst, während Elteren deren drittes Kind Sand isst fragen ob es dann noch Abendessen braucht?“. Ich lächle mild und bejahe. „Sie jedenfalls sind sehr ruhig und unaufgeregt und wissen dass das was jetzt kommt zwar nicht schön aber unvermeidbar ist.“
Einige Minuten später – das Kind trotz Abdeckung komplett nass – bekommen wir ein Ersatzshirt von einer der Schwestern.. dessen erwachsene Vorbesitzerin wohl winzig sein muss 😀 – und machen uns auf den Weg in die Augenambulanz im 1. Stock. Nach einer kurzen Untersuchung des wenig kooperativen Zwergenkönigs bekommt er eine Salbe ins Auge und wir fahren nach Hause. Kontrolle morgen Vormittag.

Er ging schlafen und die Nacht verlief Ereignislos.

Heut morgen kurz nach 05:30 aus dem Bett – alle Kinder schlafen.
Peter verlässt gegen 06:00 das Haus. Obwohl Benjamin um 06:00 aufgeweckt werden wollte, ließ ich das heut aus und ging erst in Ruhe frühstücken. Gegen halb 7 holte ich ihn aus seinem Bett und er machte sich fertig und frühstückte.
Dann wachten nach und nach die anderen auf, die ich der Reihe nach anzog und verköstigte.
Zeitgerecht bricht dann Benjamin auf um in die Schule zu fahren und ich diskutiere einstweilen mit Constantin.

Sein Standpunkt „Er will nicht mitfahren, sondern zu Hause bleiben“ 
Mein Standpunkt „Ich wüsste nicht wie lange das dauert – also bleibt ihm keine Wahl“

Keine 30 Minuten später sind alle Fertig und wir brechen auf.
Constantin mäßig begeistert. Kooperiert, aber schweigt (und das heißt bei ihm was!)… tja, man kanns halt nicht allen Recht machen.


Die Mädchen checken im Kindergarten ein und wir fahren weiter in die Augenambulanz zur Kontrolle. Auf dem Weg halten wir beim DM um Wegwerfwindeln und Feuchttücher zu besorgen, die hab ich nämlich vergessen.. und Laurentin hatte die letzten beiden Tage Durchfall.. also :/
Kaum dass wir das Krankenhaus betreten weiß Laurentin wo wir nun sind – und beginnt zu meckern. Geht zwar weiter mit uns mit aber tut seinem Unmut auch kund. Irgendwie trotzdem süß. Auch er weiß und kann auch an mir ablesen – das dies nun unvermeidbar ist. Um 09:20 melden wir uns an (um 09:30 hätte die Anmeldung geschlossen *phu*). 

Nach einer Stunde warten in der Laurentin mit einer etwa 12-13 Jährigen Schülerin flirtet – und Constantin eine freie Doppelseite in meinem Bullet Journal bekritzelt, werden wir aufgerufen.


Laurentin betritt denselben Raum wie gestern Abend und die Kooperationsbereitschaft sinkt augenblicklich auf das absolute Mindestmaß.
Er wird untersucht und das Auge ist okay. Keine bleibenden Schäden. Gegen die Rötung gibts Augentropfen und wir gehen wieder nach Hause.

Auf dem Heimweg will Laurentin dann nicht mehr selbst gehen, ich nehme ihn in die Frl.Hübsch und wir setzen unseren Weg heim fort. Ich (die morgen in die 30. Schwangerschaftswoche startet) also bepackt mit 14 Kilo Kind am Rücken, und meiner Umhängetasche die mit Windeln, Feuchttüchern, meinem Zeug und Getränken mindestens nochmal 5kg wiegt gehe im ‚Schneckentempo heim. Meine Symphyse und die Iliosakralgelenksblockade machen sich bemerkbar. Und es tut einfach nur weh. Ich komme heim, bringe Laurentin ins Bett und warte auf Peters allmittäglichen Anruf.

Ich bin müde und fertig, mein Rücken tut weh und ich kann nur mehr winzige Schritte machen. Ich suddere wohl ziemlich beim Telefonat mit Peter, denn der disponiert seinen Dienst um, und schickt mich ins Bett. ❤ War bitter notwendig.

Auf dem Plan stand heute eigentlich Pasta Asciutta – aber die hätte ich schon vor Stunden im Slowcooker aufsetzen müssen, hab ich verabsäumt. Also muss ein Ausweichplan her – bei dem ich nicht kochen brauch – weil einfach nicht motiviert. Wir haben uns gegen Pizzaria und Chinesen und für den Mc*Shit entschieden.

Danach gings ab ins Bett.
Und jetzt .. hoffen wir dass morgen wieder Normalität einkehrt.

Ich wünsche einen schönen Abend.
alles Liebe

Victoria