Woche 2: Ein Sakrileg 😱 Bücher ausmisten [Organisation und Haushalt]

Servus meine Lieben.

Bevor ich auf die neue Wochenaufgabe eingehe werd ich noch zusammenfassen wie es mir diese Woche erging.

Ich hab mein Ziel für diese Woche (Kleidung ausmisten) erreicht. 🏅

5 weitere Säcke voll Kleidung durften ausziehen. Außerdem hab ich die Kleiderschränke meiner drei Ältesten Kinder auf eine Capsule Wardrobe umgestellt. Soll heißen sie haben nun nur mehr Kleidungsstücke in ihren Schränken die allesamt miteinander kombinierbar sind. Aufgebaut hab ich es bei allen auf die selbe Art und Weise. Schwarz, Weiß, Grau und Jeans finden sich in jedem Schrank. Und jeder hat noch „seine“ Farben dazu bekommen.

Benjamin liebt grün also hab ich seine grün mit etwas blau aufgebaut. Constantins zusätzliche Farben sind dunkelblau und rot. Und Lilith bekam lila und grün.

Ich würde gerne meine eigene Garderobe auch auf eine Capsule Wardrobe umstellen aber mir fehlen da ein paar Stücke und ich möchte im Moment kein Geld investieren, weil die Zeit der Umstände ein absehbares Ende bekommen hat und ich möchte erst danach, wenn ich weiß wo ich dann lande, sehen was mir dann gut tut.

In Antheas Schrank konnte ich aber leider keinen roten Faden finden. Der ist so wild zusammengewürfelt dass ich auch hier erst Geld oder Nähzeit investieren müsste. Und bei Laurentin sieht es ähnlich aus. Thabeas Schrank besteht hauptsächlich aus Einteilern. Da ist es nicht notwendig darauf zu schauen ob was passt.

Soviel dazu.

Und nun zur Wochenaufgabe für diese Woche.

*Miste deine Bücher aus!

Wieder beginnen wir damit alle Bücher auf einmal und an einen Ort zusammen zu holen. Und jedes einzelne in die Hand zu nehmen.

Welche Bücher hast du bereits gelesen?

Welches Gefühl hinterlässt es bei dir?

Hast du es seither nochmal gelesen?

Welche Bücher liest du mehrmals?

Hast du Bücher die ungelesen im schrank stehen?

Lies sie jetzt – oder miste sie aus!

Denn irgendwann kommt nie.

Ich werd mir auch meine etwa 50 Bücher die ich seit dem letzten ausmisten noch über hab nochmal ansehen, ob was dabei ist dass inzwischen vielleicht doch gehen darf.

Heute bzw. Der eigentliche Start der Aktion war gestern hab ich außerdem mein Wohnzimmer aufgegeben.

Ja!

Ich hab kein wohnzimmer mehr. Und ich bin absolut happy mit der Entscheidung. 😁

Es hat mich einfach nur mehr angekotzt. Die riesen Couch die dank Hund und 5 Kindern schon ziemlich mitgenommen war. Platz wegnimmt und gleichzeitig die Luft zum atmen beeinträchtigt (sie müffelt).

Das zusammengewürfelte DVD Regal (früher Stand an der Wand der Fernseher). Und überhaupt(!) der Fernseher im Zentrum des Hauses hat mich einfach nur mehr genervt.

Ausgangssituation

Abbau Stand gestern Abend.

Nestbautrieb hat zugeschlagen

Heute morgen hab ich weiter gemacht

Ausmalen musste dann auch noch sein.

Die „Berge“ ergaben sich aus den zu überdeckenden Schrammen.

Ein Querbalken.. freihand und schief .. aber egal.. sowie die Berge gesäumt

Zwischendurch

Noch mit nur einem der beiden Kallax

Und dann mit zwei.

Schrankeinsätze hab ich noch ein paar – da werd ich wahrscheinlich noch welche einsetzen.

Gewichen ist unser Wohnzimmer für ein Spiel-/Studierzimmer.

In den Kallax wird Platz sein für die längerfristigen Experimente von den Zwergen die bisher in der Küche oder auf den Fensterbrettern rumstehen. Außerdem können wir da die Setzlinge für die Hochbeete ziehen die ja durch den Garten gleich daneben liegen.
Bastelzeug wird auch da untergebracht werden und Hausaufgaben können natürlich hier erledigt werden.
Die Haustiere werden dort in dem Bereich auch gebündelt, damit die Kinder auch einfacher in die Pflege miteingebunden werden können.
Dann gibt es eben auch noch die Anbindung nach Draußen mit der Wasserbahn im Sommer, der Pflege des Hochbeetes, der Möglichkeit für weitere Experimente und Spiele usw.

Außerdem wollt ich umbedingt den Fernseher aus dem Wohnbereich haben. Ich hab kein Problem dass die Kinder fernschauen, können sie jetzt halt oben, aber ich will ihn einfach nicht mehr im Mittelpunkt stehen haben.

Also wieder bis nächste Woche – dann vielleicht ja um einige Bücher leichter.

😊 liebe Grüße

Victoria

Demnächst gehts offiziell auf ins 2. Schuljahr

Nächste Woche ist der offizielle Start von Benjamins 2. Und Constantins 1. Schuljahr.

Die Optimalanforderungen für das zweite Schuljahr (Grundstufe I = 1. + 2. Schulstufe) findet ihr hier: > Österreichischer Lehrplan. Prinzipiell ist das der Orientierungspunkt.

Die Minimalanforderungen um das zweite Schuljahr zu bestehen sind den Angaben der Prüfungsschule zu Folge für die zweite Klasse Volksschule:

Deutsch:

  • Schreiben/Lesen: Buchstaben und Ziffern in einer der österreichischen Schulschrift (=Schreibschrift) angenäherten Form schreiben, Ansätze einer geläufigen Schrift Lesen und Schreiben in Gemischtantiqua als auch in Schreibschrift; Lesen und Schreiben einfacher Texte (Ansage) Bildgeschichte: Erkennen der richtigen Handlungsabfolge
  • Rechtschreiben: Namenwörter, Satzschlusszeichen (Punkt, Fragezeichen, Rufzeichen); Wörterbucharbeit (Beherrschen des Alfabets)

Mathematik:

  • Orientierung im Zahlenraum 100
  • Erkennen, Benennen, Ordnen, Zuordnen der Zahlen von 1 bis 100
  • Plus- und Minusrechnungen im Zahlenraum 100 mit Zehnerüber- und unterschreitung
    (z.B.: 26+35= , 7218=)
  • Malreihen: 1×2, 1×3, 1×4, 1×5, 1×6, 1×10
  • Rechnen mit Geld, Maße: m – cm, Liter, Kilogramm; Tag/Stunde/Minute..
  • Einfache geometrische Figuren , Flächen, Körper

 

Sachunterricht:

Sachkundemappe des Kindes auf einfachem Niveau (z. B. Bildersammlungen zu div. Themen: Tiere, Natur, Berufe, Sport,„Von früher..“, etc.), Liedermappen, kleine Auswahl an Zeichnungen, eventuell kurze Geschichten, Werkstücke aus dem textilen und technischen Bereich.

Informationen zum Ablauf der Prüfungen für die 1. bis 4. Volksschule (Beispielhaft! – gilt nämlich ausschließlich für die Schule in der meine Kinder zur Prüfung angemeldet sind. Da jede Schule ihr eigenes Konzept dafür haben darf, informiert ihr euch über die Prüfungsmodalitäten an eurer Schule am besten gleich im Direktorat):

  1. Gemeinsamer Start mit Kindern, Eltern, Lehrern:Die Kinder haben hier die Möglichkeit ihre vorbereiteten Darbietungen (Musikstücke mit mitgebrachten Instrumenten, Lieder, Gedichte, Theaterstücke…)zu präsentieren. Danach teilen sie die Kinder in 2 Gruppen.
  2. Mündlicher Teil:Kleingruppe:Die Kinder stellen von ihren mitgebrachten Materialien in Werken, Zeichnen oder Sachunterricht eine „Lieblingssache“ vor. Die übrigen Materialien werden während der Prüfungszeit mit den Kindern angeschaut und besprochen;Präsentation eines Sachunterrichtsthemas (kann freiwillig auch vor der Kleingruppe stattfinden)
  3. Schriftlicher Teil:Differenzierte Arbeitsblätter für die jeweilige Schulstufe in Deutsch und Mathematik.

Wissenswertes rund um die Prüfung vor Ort:

  • Das zu prüfende Kind muss persönlich anwesend sein!
  • Prüfungsgegenstände (1. – 4. Volksschule) sind: Deutsch/Lesen/Schreiben, Mathematik, Sachunterricht, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung
  • Zur Prüfung sind unbedingt alle relevanten Arbeitsunterlagen des Kindes aus den letzten Monaten mitbringen: Bücher, Hefte, Projektmappen, Zeichnungen, Werkstücke, Fotos, Dokumentationen (dafür war diese Website gedacht 😉 ), …
  • Grundlage und Bezugspunkt ist der österreichische Volksschul-Lehrplan.
  • Bei Unklarheiten oder im Falle einer drohenden negativen Beurteilung wird der Vorsitzende der Externistenprüfungskommission beigezogen.
  • Die Anwesenheit von Eltern oder anderer Begleitpersonen bei der Prüfung ist nur in Einzelfällen möglich. Man bemüht sich um eine entspannnte Prüfungssituation.

Ich wünsche euch allen alles Liebe
und ein entspanntes zweites Schuljahr

PS: Wissenswertes: Noch bis zum  31. 08. 2018 ist das Einbringen der Anzeige beim Stadtschulrat zur Abmeldung zum häuslichen Unterricht für das Schuljahr 2018/19 möglich. 

Phasenweises Lernen

Ich möchte mich auf mein Kernthema konzentrieren und kann das nun auch wieder. 

Constantin hatte sich in den beiden vergangenen Semestern schon sehr fürs Lesen und Rechnen interessiert und hat sich immer wieder mehrere Wochen am Stück – meist abwechselnd – sehr intensiv damit beschäftigt, bevor er wieder ein paar Tage pausierte. 

Die jüngste Pause hielt nun schon seit über drei Monaten an, und ich gebe zu ich hab mir vor ein paar Wochen, schon mal Sorgen gemacht, ob er denn wirklich irgendwann wieder anfängt und ob er nicht sogar was verlernen könnte, wenn er es nicht weiter übt. Habe aber trotzdem absolut gar nichts gemacht, – auch – um zu sehen ob er von selbst seine Begeisterung und Motivation wieder findet.
Und ich kann verkünden: Es ist geschehen. 

Seit Montag liest er wieder genau so… – wie drück ich es am besten aus 🤔 -…. Intensiv, wie wir das vom ihm schon gewöhnt sind. Und er hat nichts vergessen oder verlernt. Er hat genau da weiter gemacht wo er aufgehört hat. 

🤗

Es ist so schön hier in meiner Überzeugung bestätigt zu werden. Das nimmt ungeheuer viel Druck (in mir) raus und ich kann ihn einfach weiter machen lassen. 

Bis zum nächsten mal 

So siehts aus

Benjamin möchte ab September in die Schule gehen.

Also darf er gehen. Wir haben eine Schule zugewiesen bekommen und ich verrate – ihm nicht, aber euch schon – dass ich der Schule sehr kritisch gegenüberstehe.

Im Bezirk und unter den Voraussetzungen ist es sicherlich die beste Lösung. So viel steht mal fest. Trotzdem bin ich gespannt wie Problematiken wie zB Hausübungen sich im nächsten Jahr darstellen werden. Ich weiß inzwischen dass die Schule reichlich davon verteilt.

Ich selbst bin nämlich zum Beispiel der Ansicht dass Hausübungen eine reine Zeitverschwendung sind. Zum Glück sag das nicht nur ich, sondern auch die TU Dresden und zwar mindestens seit 2008, da wurde nämlich folgendes verkündet:

Seit gut 150 Jahren gibt es allgemeinbildende Schulen in Deutschland, und genauso lange existiert der Hauptfeind aller freien, unbeschwerten Nachmittagsvergnügungen – Hausaufgaben. Erstaunlich dabei: es handelt sich offenbar mehr um ein pädagogisches Ritual als um eine im schulischen Sinn Erfolg versprechende Maßnahme. Zahlreiche Studien haben nämlich gezeigt, dass Hausaufgaben keinerlei nachweisbaren Einfluss auf die Schulnoten haben. Professor Hans Gängler von der Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden erklärt das so: gute Schüler werden durch Hausaufgaben nicht unbedingt noch besser, und schlechte Schüler begreifen zuhause durch bloßes Wiederholen noch lange nicht, was sie schon am Vormittag nicht richtig verstanden haben. Ob man also die Mathe-Hausaufgaben direkt nach der Schule, nachts unter der Bettdecke oder überhaupt nicht macht: der Effekt auf die Zeugniszensur ist derselbe, nämlich gleich null.

https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/hausaufgaben

Österreich gehört immerhin auch zu den europäischen Ländern in denen das Hausaufgabenpensum stetig steigt: http://derstandard.at/2000009277421/Oesterreichische-Schueler-machen-mehr-Hausuebungen

Und wo das Pensum steigt, steigen auch die Kosten für Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe:

Und das obwohl im §17 des SchUG Absatz 2 steht:

(2) Zur Ergänzung der Unterrichtsarbeit können den Schülern auch Hausübungen aufgetragen werden, die jedoch so vorzubereiten sind, daß sie von den Schülern ohne Hilfe anderer durchgeführt werden können. [..]

und wusstet ihr dass im selben Paragrafen steht dass

[..] Hausübungen, die an Samstagen, Sonntagen oder Feiertagen oder während der Weihnachtsferien, der Semesterferien, der Osterferien, der Pfingstferien oder der Hauptferien erarbeitet werden müßten, dürfen – ausgenommen an den lehrgangsmäßigen Berufsschulen – nicht aufgetragen werden.

Mir persönlich ist es aber ohnehin viel wichtiger, dass meine Kinder am Nachmittag ausgelassen spielen und sich ordentlich bewegen. Auch da hab ich niemanden geringeren als die WHO hinter mir:

Ein ausreichendes Maß an Bewegung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Ausbildung grundlegender kognitiver, motorischer und sozialer Fähigkeiten bei Kindern und für die Entwicklung ihres Muskel-Skelett-Systems. Doch Kinder und Jugendliche sind im Alltag immer weniger körperlich aktiv, da sich das Umfeld und die Möglichkeiten für eine sichere und aktive Gestaltung von Spiel, Freizeit und Fortbewegung verschlechtert haben und Kinder ihre Freizeit inzwischen vermehrt mit sitzend ausgeübten Tätigkeiten, etwa am Bildschirm, gestalten. Ferner verbringen Kinder und Jugendliche mehr Zeit als je zuvor in der Schule oder in Tageseinrichtungen, und steigende Unterrichtsanforderungen können die für Sportunterricht und aktives Spielen verfügbare Zeit einschränken, obwohl es Hinweise darauf gibt, dass mehr Bewegung zu besseren schulischen Leistungen führen kann.
Außerdem hab ich mich heute noch mal mit der Frage befasst, was passieren könnte/würde, sollte Benjamin nächstes Jahr (oder auch in drei Jahren) umschwenken und die Schule doch verweigern:

§ 24 SchPflG Verantwortlichkeit für die Erfüllung der Schulpflicht und Strafbestimmungen

(1) Die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten sind verpflichtet, für die Erfüllung der Schulpflicht, insbesondere für den regelmäßigen Schulbesuch und die Einhaltung der Schulordnung durch den Schüler bzw. in den Fällen der §§ 11, 13 und 22 Abs. 4 für die Ablegung der dort vorgesehenen Prüfungen zu sorgen. Minderjährige Schulpflichtige treten, sofern sie das 14. Lebensjahr vollendet haben, hinsichtlich dieser Pflichten neben die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten. Sofern es sich um volljährige Berufsschulpflichtige handelt, treffen sie diese Pflichten selbst.

(2) Die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten eines der allgemeinen Schulpflicht unterliegenden Kindes sind weiters nach Maßgabe ihrer Leistungsfähigkeit verpflichtet, das Kind für den Schulbesuch in gehöriger Weise, insbesondere auch mit den notwendigen Schulbüchern, Lern- und Arbeitsmitteln, soweit diese nicht von einer Körperschaft des öffentlichen Rechts beigestellt werden, auszustatten. Ferner sind sie verpflichtet, die zur Führung der Schulpflichtmatrik (§ 16) erforderlichen Anzeigen und Auskünfte zu erstatten.

(3) Berufsschulpflichtige […]

(4) Die Nichterfüllung der in den Abs. 1 bis 3 angeführten Pflichten, hinsichtlich der Pflicht zum regelmäßigen Schulbesuch jedoch erst nach erfolgloser Durchführung der Maßnahmen gemäß § 25 Abs. 2 bis 6, stellt eine Verwaltungsübertretung dar und ist von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu 440 €, im Fall der Uneinbringlichkeit mit Ersatzfreiheitsstrafe bis zu zwei Wochen zu bestrafen.

Jo, mei…

Nächstes Jahr glaub ich noch nicht so dran, aber wenn Constantin in 15 Monaten dann zu Hause bleibt während Benjamin in die Schule gehen müsste, könnte ich mir vorstellen dass die erneute Abmeldung ein  Thema für ihn werden könnte.

Ich wünsche ein schönes Pfingstwochenende
Alles liebe

spielen = lernen

Hallo ihr Lieben

Heute schneide ich mal das Thema Spiele an. Jene die unsere Familie näher kennen, wissen, dass Spiele (und das Spielen) einen großen Stellenwert  für uns haben.

Ein Großteil unseres Kellers ist diesem Hobby gewidmet. Dort findet man Karten- und vor allem Brettspiele, unzählige Figuren für diverseste Spielsysteme und Regale voller Regelbücher.

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Immer wieder passiert es, dass sich neue Leute für Spiele interessieren, wenn sie die Gelegenheit bekommen haben, bei einer Partie zuzusehen. Einige wollen sich gerne weiter damit auseinandersetzen und fragen deshalb genauer nach.

Genau hier kommen wir zu dem Punkt an dem sich die Geister scheiden. Es gibt nämlich – meiner Beobachtung nach – grundsätzlich zwei Optionen, wie Neue darauf reagieren, wenn sie mal vor unseren Regelbücherregalen stehen.

20161001_031639Die einen ziehen sich vor schierer Überforderung wieder zurück. Revidieren, dass sie Interesse haben oder sagen Sätze wie „Es schaut ja wirklich interessant aus … aber damit hab ich nicht gerechnet *phuu* :O “ oder „Und das tut man sich wirklich freiwillig an?“. Das sind – nicht ausschließlich, aber – vor allem Menschen, die spielen – sehr erfolgreich – vom lernen entkoppelt haben. Und wie beschrieben, ich meine hier nicht Menschen, die sich prinzipiell nicht für dieses Hobby interessieren, sondern nur mehr bereits vorselektierte Interessenten.

Und die anderen?

…lassen sich davon einfach nicht beeindrucken! Sie wissen, dass sie die grundsätzlichen Spielregeln durch Imitation von anderen Spielern lernen können. So haben – beispielsweise – noch fast alle Leute, nach wenigen Minuten, nur durch zusehen, die grundlegenden Bewegungsregeln von Battletech begriffen, ohne die dazugehörigen Texte im Regelbuch jemals lesen zu müssen.  Sie wissen, dass sie sich über die spielerische Seite und durch fragen, all das Wissen aneignen können und haben keine Angst vor dem Umfang der sich ihnen darbietet. Wenn dann der Grundstock mal vorhanden ist, fällt es auch leichter, spezifische Fragen durch einen gezielteren Blick ins Regelbuch selbstständig abzuklären oder im Austausch mit anderen Spielern zur Diskussion zu stellen. Sie haben einen anderen Zugang, weil für sie spielen und lernen Hand in Hand gehen.

Und damit kommen wir zu einer der häufigsten Fragen im Bezug aufs freilernen, nämlich:

Was machst du, wenn deine freilernenden Kinder etwas, dass die für die Schule bzw. die Prüfungen brauchen, nicht lernen wollen!?

Antwort: erstmal damit spielen!

Gegenfragen: Was spielt ihr denn so mit euren Kindern? Bevorzugt ihr kooperative oder kompetitive Spiele? Macht ihr das Regelmäßig in Form eines fixen Spieleabendes oder eher spontan?

In diesem Sinne: habt Spaß und lernt spielend
Bis zum nächsten  mal
Alles Liebe

#aus dem Blauen gefragt: Ist es nicht viel für ein Kind, den ganzen Stoff des ersten Jahres geprüft zu werden? (+Lernziele)

Hast du keine Angst, dass dein Kind den Prüfungsanforderungen nicht gerecht wird. Immerhin ist das ja nicht gerade wenig was Kinder in der Schule lernen müssen um das Jahr zu bestehen und das gesammelte Wissen an einem einzigen Tag „abzuliefern“.

Nein. Ich habe keine Angst.
Wenn man Angst davor hat, sollte man sich einfach ansehen um was es hier tatsächlich geht.

Die Optimalanforderungen für das erste Schuljahr (Grundstufe I = 1. + 2. Schulstufe) findet ihr hier: > Österreichischer Lehrplan. Prinzipiell ist das der Orientierungspunkt.

Auf der anderen Seite, kann man sich auch ansehen wo die Minimalanforderungen angesetzt sind, um das erste Schuljahr zu bestehen. Auch diese Informationen sind zugänglich.
Laut Angaben der Prüfungsschule wären das für die erste Klasse Volksschule:

Deutsch:

  • Beherrschung der meisten Buchstaben
  • Erkennen, Benennen, Schreiben in Gemischtantiqua = Druckschrift („Miniansage“ mit einfachen Wörtern aus dem Grundwortschatz des Kindes wie „Mama“, „Papa“, „Hund“,…….)
  • Lesen einfacher Wörter und Sätze (z.B.: „Mama ist im Haus.“)

Mathematik:

  • Erkennen, Benennen, Ordnen, Zuordnen der Zahlen von 1 – 30
  • Zahlenzerlegung (z.B.: 8= 4+__ ) im Zahlenraum 10; Begriffe: Zehner, Einer; Umkehraufgaben (2+4=, 4+2=)
  • Analogierechnungen im Zahlenraum 20: 3+4 | 13 + 4
  • Plus- und Minusrechnungen im Zahlenraum 20 ohne und mit Zehnerüberschreitung (3+4, 13+5, 9-3, 16-2, 5+7, 12-6)

Sachunterricht (gilt bis zum Ende der 2. Schulstufe):

Sachkundemappe des Kindes auf einfachem Niveau (z. B. Bildersammlungen zu div. Themen: Tiere, Natur, Berufe, Sport,„Von früher..“, etc.), Liedermappen, kleine Auswahl an Zeichnungen, eventuell kurze Geschichten, Werkstücke aus dem textilen und technischen Bereich.

 

Das Schuljahr hat offiziell mit vergangenem Montag begonnen. Ich glaube nicht, dass ich ihn unter Druck setzen muss, damit er noch erlernt was er davon noch nicht kann.  Und – Wenn er das mal hat, bleibt er ja auch nicht stehen und denkt sich ‚so. fertig. jetzt höre ich bis zum nächsten Jahr auf‚, sondern geht – wie bisher ja auch – ganz automatisch weiter darüber hinaus.

Informationen zum Ablauf der Prüfungen für die 1. bis 4. Volksschule (Beispielhaft! – gilt nämlich ausschließlich für die Schule in der meine Kinder zur Prüfung angemeldet sind. Da jede Schule ihr eigenes Konzept dafür haben darf, informiert ihr euch über die Prüfungsmodalitäten an eurer Schule am besten gleich im Direktorat):

  1. Gemeinsamer Start mit Kindern, Eltern, Lehrern:Die Kinder haben hier die Möglichkeit ihre vorbereiteten Darbietungen (Musikstücke mit mitgebrachten Instrumenten, Lieder, Gedichte, Theaterstücke…)zu präsentieren. Danach teilen sie die Kinder in 2 Gruppen.
  2. Mündlicher Teil:Kleingruppe:Die Kinder stellen von ihren mitgebrachten Materialien in Werken, Zeichnen oder Sachunterricht eine „Lieblingssache“ vor. Die übrigen Materialien werden während der Prüfungszeit mit den Kindern angeschaut und besprochen;Präsentation eines Sachunterrichtsthemas (kann freiwillig auch vor der Kleingruppe stattfinden)
  3. Schriftlicher Teil:Differenzierte Arbeitsblätter für die jeweilige Schulstufe in Deutsch und Mathematik.

Wissenswertes rund um die Prüfung vor Ort:

  • Das zu prüfende Kind muss persönlich anwesend sein!
  • Prüfungsgegenstände (1. – 4. Volksschule) sind: Deutsch/Lesen/Schreiben, Mathematik, Sachunterricht, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung
  • Zur Prüfung sind unbedingt alle relevanten Arbeitsunterlagen des Kindes aus den letzten Monaten mitbringen: Bücher, Hefte, Projektmappen, Zeichnungen, Werkstücke, Fotos, Dokumentationen (dafür war diese Website gedacht 😉 ), …
  • Grundlage und Bezugspunkt ist der österreichische Volksschul-Lehrplan.
  • Bei Unklarheiten oder im Falle einer drohenden negativen Beurteilung wird der Vorsitzende der Externistenprüfungskommission beigezogen.
  • Die Anwesenheit von Eltern oder anderer Begleitpersonen bei der Prüfung ist nur in Einzelfällen möglich. Man bemüht sich um eine entspannnte Prüfungssituation.

Ich wünsche euch allen alles Liebe
und ein entspanntes erstes Schuljahr