Wochenrückblick [KW 50]

Hallo meine Lieben.

Ich darf euch auch heute wieder einen Überblick über die vergangene Woche verschaffen.

Eines gleich vorweg ich bin in die Barbara Karlich Show eingeladen worden. 😄

Ich hab zwar dankend abgelehnt – weil ich in dieser Phase meiner Schwangerschaft einfach keine zusätzlichen Termine wahrnehmen will – erwähne es aber, weil ich die Fragestellung dieser Folge an sich doch recht spannend finde, und sie deshalb am kommenden Samstag (also in der Rubrik Bindungsförderung und Familie) nochmal aufgreifen will. Konkret ging es um das Thema:

Soll man vor einer Ehe/Beziehung klare Verhältnisse schaffen? Um zum Beispiel abzuklären, ob man dieselben Ideale, Vorlieben, Lebenseinstellungen (zB Freilernen) vertritt?

Zu den Kindern:

Benjamins Elternsprechtag verlief eigentlich sehr moderat. Er hat sich verbessert, verweigert hier und da zwar immer noch (jetzt aktuell die Schulausgangs-/Schreibschrift) aber sonst sieht es nicht schlecht aus. Mit Multiplikationen tut er sich bisher zum Glück auch leicht. Einzig – und das scheinen meine Kinder alle mit mir gemein zu haben – sie springen auch bei aufbauendem Stoff gern ans Ende und schauen zu Erst ob sie das bewältigen können. Wenn sie es können verweigern sie dann aber die Basics. 😅 …tja.. irgendwie versteh ich das auch. Aber es kommt halt in der Schule bei ihm nicht so toll an. Auch das verstehe ich. 😁

Constantin hat heute den Sprung vom nachfahren, nachschreiben zum selbst schreiben gemacht. Also er hat sich zum ersten mal eigene Sätze überlegt, die Silben bei langen Wörtern teilweise durch Klatschen aufgespalten und dann nach Gehör geschrieben. Nur bei „nächste“ hab ich eingesagt dass man das mit a schreibt, und nicht mit e. Da konnt ich mich nicht zurückhalten. 😅 Aber ich fand das heut wirklich sehr spannend.

Lilith – ist wie man auch im Video hört – nach wie vor mit vollem Eifer immer auf der Suche nach Aufgaben die sie erledigen kann. Nachdem sie sich seit ein paar wochen tatsächlich fürs lesen interessiert und auch auf jede Zeichnung noch eine Reihe von Buchstaben bringt (unzusammenhängend, sinnfrei aber in einer Wurst a la RILTAiMhNkRO), kam in der Woche nun auch das Schreiben aktiv dazu. In dem sie die silben und Wörter verwendet, schreibt und auch wiedergibt die sie durch die Silbenfibel nun auch schon lesen kann. Und sie macht das wirklich gewissenhaft. Aber die graphomotischen Aspekte haben ihr ohnehin schon immer gelegen, weshalb mich das auch nicht wirklich überrascht.

Anthea – hat nun nach einigen Monaten in denen sie sich auf anderes konzentrierte – eine Phase in der sie wieder vermehrt malt/kritzelt.

Ich bin gespannt was sich kommende Woche tut.

Bis dahin alles Liebe

Victoria

Wochenrückblick – der Erste [KW48]

Hallo meine Lieben!

Heute an diesem 1. Sonntag im Dezember möchte ich eine Neue Rubrik einführen. Der Wochenrückblick. Ich werde im Rahmen dieses, einmal pro Woche für euch und auch uns zusammenfassen, was wir so gemacht, erlebt und erlernt haben.

Ich starte dabei zwar mit einer der denkbar ungünstigesten Wochen überhaupt – aber ich habe mir geschworen wieder mehr zu schreiben – also müssen wir da jetzt einfach gemeinsam durch. 😉

Kurz zusammengefasst kann man über diese Woche eigentlich nur eines sagen: Willkommen in der Quarantäne.
Die ersten beiden Magen-Darm-Kandidaten haben es hinter sich und den Virus auskuriert – wir warten jetzt also ab, ob es weiter um sich greift – und wenn ja, wen es als nächstes erwischt.

Deshalb ging die Woche „schultechnisch“ eigentlich nicht viel weiter – abgesehen von der Tatsache, dass die Großen dazu aufgefordert waren und wurden nun in weiteren Bereichen selbstständiger zu sein.

Konkret geht es dabei darum, Aufgaben des täglichen Lebens die bisher ich übernommen hab, nun selbst zu erledigen. Wer dafür Inspirationen braucht, welche Aufgaben das sein können und wie man das umsetzen kann, wird mit dem Begriff „Aufgaben den täglichen Lebens Montessori“ auf Google oder Pinterest schnell fündig.

Ich hab also ein leeres gereinigtes Marmeladeglas aus der Küche, ein paar Zungenspartel aus dem Bastel-/Geländebauregal und die Stifte aus meinem Federpenal mit einigen ausgewählten „Daily Quests“ kombiniert und so entstand: das Quest-Glas.

Das Quest-Glas enthält farblich markierte, beschriftete Zungenspartel.
Jeder Spartel steht für eine Queste, jede Farbe für die Altersgruppe (Rot geht für alle; Blau ab 3 Jahren; Grün ab 6). Quests wie zum Beispiel

  • Lilly füttern (Hund)
  • gieße die Pflanzen im Erdgeschoß
  • putze den Spiegel
  • deck den Tisch
  • Fische füttern
  • Ordne ein Fach deines Kleiderschranks
  • sammle alle Bücher ein
  • Socken sortieren

DSC_0920.jpg

Was erledigt ist, kommt in ein zweites Glas. Zurück ins erste wird nur das sortiert, was auch anfällt.

Es gibt keine Belohnungen wenn sie gemacht werden, und keine Bestrafungen wenn nicht. Ich weiß, dass Sie selbstwirksam sein wollen, und das empfinden sie bisher jedenfalls schon als „Belohnung“ genug. Da braucht es keinen Bonus extra. Ich mein, wer kennt das nicht? Das Gefühl wenn ihr ein Ziel welches ihr euch gesetzt habt, auch erreicht habt. Das ist wunderbar – das will man rausposaunen und genießen! Und genau darauf spekuliere ich auch mit diesem Glas.

Sie haben es jedenfalls begeistert angenommen – vor allem Lilith, die von sich aus schon seit Monaten immer wieder nach „Aufgaben“ fragt, welche sie übernehmen dürfe/könne – und sich sogleich hineingestürzt. Und ich, konnte ein paar einfache Aufgaben abgeben.

Ursprünglich ging es zwar bloß um diese Woche aber ich denke das bleibt jetzt doch erhalten.

Alles Liebe und bis nächsten Sonntag!

Victoria

Demnächst gehts offiziell auf ins 2. Schuljahr

Nächste Woche ist der offizielle Start von Benjamins 2. Und Constantins 1. Schuljahr.

Die Optimalanforderungen für das zweite Schuljahr (Grundstufe I = 1. + 2. Schulstufe) findet ihr hier: > Österreichischer Lehrplan. Prinzipiell ist das der Orientierungspunkt.

Die Minimalanforderungen um das zweite Schuljahr zu bestehen sind den Angaben der Prüfungsschule zu Folge für die zweite Klasse Volksschule:

Deutsch:

  • Schreiben/Lesen: Buchstaben und Ziffern in einer der österreichischen Schulschrift (=Schreibschrift) angenäherten Form schreiben, Ansätze einer geläufigen Schrift Lesen und Schreiben in Gemischtantiqua als auch in Schreibschrift; Lesen und Schreiben einfacher Texte (Ansage) Bildgeschichte: Erkennen der richtigen Handlungsabfolge
  • Rechtschreiben: Namenwörter, Satzschlusszeichen (Punkt, Fragezeichen, Rufzeichen); Wörterbucharbeit (Beherrschen des Alfabets)

Mathematik:

  • Orientierung im Zahlenraum 100
  • Erkennen, Benennen, Ordnen, Zuordnen der Zahlen von 1 bis 100
  • Plus- und Minusrechnungen im Zahlenraum 100 mit Zehnerüber- und unterschreitung
    (z.B.: 26+35= , 7218=)
  • Malreihen: 1×2, 1×3, 1×4, 1×5, 1×6, 1×10
  • Rechnen mit Geld, Maße: m – cm, Liter, Kilogramm; Tag/Stunde/Minute..
  • Einfache geometrische Figuren , Flächen, Körper

 

Sachunterricht:

Sachkundemappe des Kindes auf einfachem Niveau (z. B. Bildersammlungen zu div. Themen: Tiere, Natur, Berufe, Sport,„Von früher..“, etc.), Liedermappen, kleine Auswahl an Zeichnungen, eventuell kurze Geschichten, Werkstücke aus dem textilen und technischen Bereich.

Informationen zum Ablauf der Prüfungen für die 1. bis 4. Volksschule (Beispielhaft! – gilt nämlich ausschließlich für die Schule in der meine Kinder zur Prüfung angemeldet sind. Da jede Schule ihr eigenes Konzept dafür haben darf, informiert ihr euch über die Prüfungsmodalitäten an eurer Schule am besten gleich im Direktorat):

  1. Gemeinsamer Start mit Kindern, Eltern, Lehrern:Die Kinder haben hier die Möglichkeit ihre vorbereiteten Darbietungen (Musikstücke mit mitgebrachten Instrumenten, Lieder, Gedichte, Theaterstücke…)zu präsentieren. Danach teilen sie die Kinder in 2 Gruppen.
  2. Mündlicher Teil:Kleingruppe:Die Kinder stellen von ihren mitgebrachten Materialien in Werken, Zeichnen oder Sachunterricht eine „Lieblingssache“ vor. Die übrigen Materialien werden während der Prüfungszeit mit den Kindern angeschaut und besprochen;Präsentation eines Sachunterrichtsthemas (kann freiwillig auch vor der Kleingruppe stattfinden)
  3. Schriftlicher Teil:Differenzierte Arbeitsblätter für die jeweilige Schulstufe in Deutsch und Mathematik.

Wissenswertes rund um die Prüfung vor Ort:

  • Das zu prüfende Kind muss persönlich anwesend sein!
  • Prüfungsgegenstände (1. – 4. Volksschule) sind: Deutsch/Lesen/Schreiben, Mathematik, Sachunterricht, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung
  • Zur Prüfung sind unbedingt alle relevanten Arbeitsunterlagen des Kindes aus den letzten Monaten mitbringen: Bücher, Hefte, Projektmappen, Zeichnungen, Werkstücke, Fotos, Dokumentationen (dafür war diese Website gedacht 😉 ), …
  • Grundlage und Bezugspunkt ist der österreichische Volksschul-Lehrplan.
  • Bei Unklarheiten oder im Falle einer drohenden negativen Beurteilung wird der Vorsitzende der Externistenprüfungskommission beigezogen.
  • Die Anwesenheit von Eltern oder anderer Begleitpersonen bei der Prüfung ist nur in Einzelfällen möglich. Man bemüht sich um eine entspannnte Prüfungssituation.

Ich wünsche euch allen alles Liebe
und ein entspanntes zweites Schuljahr

PS: Wissenswertes: Noch bis zum  31. 08. 2018 ist das Einbringen der Anzeige beim Stadtschulrat zur Abmeldung zum häuslichen Unterricht für das Schuljahr 2018/19 möglich. 

Die Voraussetzungen erfüllen

..zu wollen ist manchmal schwerer als man meinen mag.

Ich hab – knapp aber freundlich – die Schulreifebestätigung von Constantin nachgefordert. Bin auch nicht darauf eingegangen, dass diese bei den Zusageunterlagen nicht dabei war. Pflegte bis heute eine gute Kommunikation mit der Direktorin der Einschreibungsschule persönlich, telefonisch und per Mail.

Habe eine Bestätigung gefordert die mir ohne wenn und aber zusteht. Aber nein.. erst werd ich angerufen muss mich rechtfertigen dass ich den Wisch für den Stadtschulrat brauche und dann auch nochmal dafür den häuslichen Unterricht in Betracht zu ziehen.

Arg.. zack.. kaum sagt man „häuslicher Unterricht“.. ist man offenbar unten durch. 😂

Ich weiß genau dass das bei anderen hUlern nicht so rennt! Warum hab ich immer das Pech mit denen?

Aber ja. Einer der Gründe für den häuslichen Unterricht war ja immer, dass wir mit den hiesigen Schulen eben wegen ihrer Beschränktheit (Lehrplan, Offenheit,..) nicht klar kamen.

Bin gespannt was sie mir nun also schickt.. noch wart ich ja immer auf den Wisch.

Liebe Grüße und schönes Wochenende

Phasenweises Lernen

Ich möchte mich auf mein Kernthema konzentrieren und kann das nun auch wieder. 

Constantin hatte sich in den beiden vergangenen Semestern schon sehr fürs Lesen und Rechnen interessiert und hat sich immer wieder mehrere Wochen am Stück – meist abwechselnd – sehr intensiv damit beschäftigt, bevor er wieder ein paar Tage pausierte. 

Die jüngste Pause hielt nun schon seit über drei Monaten an, und ich gebe zu ich hab mir vor ein paar Wochen, schon mal Sorgen gemacht, ob er denn wirklich irgendwann wieder anfängt und ob er nicht sogar was verlernen könnte, wenn er es nicht weiter übt. Habe aber trotzdem absolut gar nichts gemacht, – auch – um zu sehen ob er von selbst seine Begeisterung und Motivation wieder findet.
Und ich kann verkünden: Es ist geschehen. 

Seit Montag liest er wieder genau so… – wie drück ich es am besten aus 🤔 -…. Intensiv, wie wir das vom ihm schon gewöhnt sind. Und er hat nichts vergessen oder verlernt. Er hat genau da weiter gemacht wo er aufgehört hat. 

🤗

Es ist so schön hier in meiner Überzeugung bestätigt zu werden. Das nimmt ungeheuer viel Druck (in mir) raus und ich kann ihn einfach weiter machen lassen. 

Bis zum nächsten mal 

Hilf mir es selbst zu tun. 

Hallo erstmal

Ich hoffe es ist noch wer da, nach unserer ungeplanen Pause. 😅 Ich sage es euch ganz ehrlich, ich wusste nicht was ich schreiben soll!

Benjamin geht in 4 Wochen in die Schule – und freut sich darauf.
Das find ich toll, aber dazu fällt mir trotzdem nichts ein.

Die nächsten Themen die anstehen sind Dinge die die Schule fordert wie zum Beispiel die gesunde Jause. Nun könnte ich sicherlich den 10000. Beitrag dazu verfassen! Aber ich weiß, dass das schon so viele gemacht haben, dass mir meine Zeit – ganz ehrlich – zu schade ist, nur um das Thema für euch neu aufzuwärmen. Wenn man auf YouTube „Lunchbox für Schule“ eingibt, findet man hunderte Videos in verschiedensten Sprachen, die in euch allen ein mehr oder weniger großes Verlangen wecken werden, eine Bentgo- oder Yumbox zu besitzen. Ich hab keine.

Die Ferienzeit ist anders als geplant. Eigentlich hatte ich ja vor, den Sommer noch voll auszunutzen. Aber Benjamins Freunde bei uns in der Anlage, haben nun auch frei und das bedeutet zumeist dass die fünf draußen sind, Fußball spielen, Rad fahren, Eis essen, usw.

Auch Constantin und Lilith pflegen jetzt im Sommer intensive Freundschaften mit Kindern in der Anlage.
Wenn Anthea und Laurentin über die Mittagshitze schlafen, nutze ich deshalb diese Freiheit um bei 18-20 Grad im Keller zu sitzen und zu nähen.

Benjamin hat sich Anfang diese Woche von mir ein T-Shirt gewünscht, aus einem Stoff den er schon seit über einer Woche streichelt.

Hab ich gemacht.

Heute kam er und wünschte sich noch etwas aus diesem Stoff – ist ja noch genug über. 😅

Wir haben uns die Klimperkleinbücher angesehen und eine Bündchenmütze gefunden, die ihm gefällt.

Aber nicht ich hab mich an die Arbeit gemacht, sondern ihn dazu verleitet es selbst zu tun. Ich selbst war nämlich heute damit beschäftigt, unseren Garten umzuackern, weil wir am Montag mit dem Umbau im Garten beginnen wollen.

Und er…  naja seht selbst. 😍

Hat das Schnittmuster abgepaust.

Den Stoff geschnitten.

Und sich ans Werk gemacht.

Sehr konzentriert.

Und das Ergebnis…

….kann sich doch wirklich sehen lassen!

Und das Beste > es passt zu seinem T-Shirt dass ich vor ein paar Tagen genäht hab.

Maaah ich freu mich ☺😍

Ein schönes Wochenende wünsch ich euch. Alles Liebe 💕

So siehts aus

Benjamin möchte ab September in die Schule gehen.

Also darf er gehen. Wir haben eine Schule zugewiesen bekommen und ich verrate – ihm nicht, aber euch schon – dass ich der Schule sehr kritisch gegenüberstehe.

Im Bezirk und unter den Voraussetzungen ist es sicherlich die beste Lösung. So viel steht mal fest. Trotzdem bin ich gespannt wie Problematiken wie zB Hausübungen sich im nächsten Jahr darstellen werden. Ich weiß inzwischen dass die Schule reichlich davon verteilt.

Ich selbst bin nämlich zum Beispiel der Ansicht dass Hausübungen eine reine Zeitverschwendung sind. Zum Glück sag das nicht nur ich, sondern auch die TU Dresden und zwar mindestens seit 2008, da wurde nämlich folgendes verkündet:

Seit gut 150 Jahren gibt es allgemeinbildende Schulen in Deutschland, und genauso lange existiert der Hauptfeind aller freien, unbeschwerten Nachmittagsvergnügungen – Hausaufgaben. Erstaunlich dabei: es handelt sich offenbar mehr um ein pädagogisches Ritual als um eine im schulischen Sinn Erfolg versprechende Maßnahme. Zahlreiche Studien haben nämlich gezeigt, dass Hausaufgaben keinerlei nachweisbaren Einfluss auf die Schulnoten haben. Professor Hans Gängler von der Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden erklärt das so: gute Schüler werden durch Hausaufgaben nicht unbedingt noch besser, und schlechte Schüler begreifen zuhause durch bloßes Wiederholen noch lange nicht, was sie schon am Vormittag nicht richtig verstanden haben. Ob man also die Mathe-Hausaufgaben direkt nach der Schule, nachts unter der Bettdecke oder überhaupt nicht macht: der Effekt auf die Zeugniszensur ist derselbe, nämlich gleich null.

https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/hausaufgaben

Österreich gehört immerhin auch zu den europäischen Ländern in denen das Hausaufgabenpensum stetig steigt: http://derstandard.at/2000009277421/Oesterreichische-Schueler-machen-mehr-Hausuebungen

Und wo das Pensum steigt, steigen auch die Kosten für Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe:

Und das obwohl im §17 des SchUG Absatz 2 steht:

(2) Zur Ergänzung der Unterrichtsarbeit können den Schülern auch Hausübungen aufgetragen werden, die jedoch so vorzubereiten sind, daß sie von den Schülern ohne Hilfe anderer durchgeführt werden können. [..]

und wusstet ihr dass im selben Paragrafen steht dass

[..] Hausübungen, die an Samstagen, Sonntagen oder Feiertagen oder während der Weihnachtsferien, der Semesterferien, der Osterferien, der Pfingstferien oder der Hauptferien erarbeitet werden müßten, dürfen – ausgenommen an den lehrgangsmäßigen Berufsschulen – nicht aufgetragen werden.

Mir persönlich ist es aber ohnehin viel wichtiger, dass meine Kinder am Nachmittag ausgelassen spielen und sich ordentlich bewegen. Auch da hab ich niemanden geringeren als die WHO hinter mir:

Ein ausreichendes Maß an Bewegung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Ausbildung grundlegender kognitiver, motorischer und sozialer Fähigkeiten bei Kindern und für die Entwicklung ihres Muskel-Skelett-Systems. Doch Kinder und Jugendliche sind im Alltag immer weniger körperlich aktiv, da sich das Umfeld und die Möglichkeiten für eine sichere und aktive Gestaltung von Spiel, Freizeit und Fortbewegung verschlechtert haben und Kinder ihre Freizeit inzwischen vermehrt mit sitzend ausgeübten Tätigkeiten, etwa am Bildschirm, gestalten. Ferner verbringen Kinder und Jugendliche mehr Zeit als je zuvor in der Schule oder in Tageseinrichtungen, und steigende Unterrichtsanforderungen können die für Sportunterricht und aktives Spielen verfügbare Zeit einschränken, obwohl es Hinweise darauf gibt, dass mehr Bewegung zu besseren schulischen Leistungen führen kann.
Außerdem hab ich mich heute noch mal mit der Frage befasst, was passieren könnte/würde, sollte Benjamin nächstes Jahr (oder auch in drei Jahren) umschwenken und die Schule doch verweigern:

§ 24 SchPflG Verantwortlichkeit für die Erfüllung der Schulpflicht und Strafbestimmungen

(1) Die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten sind verpflichtet, für die Erfüllung der Schulpflicht, insbesondere für den regelmäßigen Schulbesuch und die Einhaltung der Schulordnung durch den Schüler bzw. in den Fällen der §§ 11, 13 und 22 Abs. 4 für die Ablegung der dort vorgesehenen Prüfungen zu sorgen. Minderjährige Schulpflichtige treten, sofern sie das 14. Lebensjahr vollendet haben, hinsichtlich dieser Pflichten neben die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten. Sofern es sich um volljährige Berufsschulpflichtige handelt, treffen sie diese Pflichten selbst.

(2) Die Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten eines der allgemeinen Schulpflicht unterliegenden Kindes sind weiters nach Maßgabe ihrer Leistungsfähigkeit verpflichtet, das Kind für den Schulbesuch in gehöriger Weise, insbesondere auch mit den notwendigen Schulbüchern, Lern- und Arbeitsmitteln, soweit diese nicht von einer Körperschaft des öffentlichen Rechts beigestellt werden, auszustatten. Ferner sind sie verpflichtet, die zur Führung der Schulpflichtmatrik (§ 16) erforderlichen Anzeigen und Auskünfte zu erstatten.

(3) Berufsschulpflichtige […]

(4) Die Nichterfüllung der in den Abs. 1 bis 3 angeführten Pflichten, hinsichtlich der Pflicht zum regelmäßigen Schulbesuch jedoch erst nach erfolgloser Durchführung der Maßnahmen gemäß § 25 Abs. 2 bis 6, stellt eine Verwaltungsübertretung dar und ist von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu 440 €, im Fall der Uneinbringlichkeit mit Ersatzfreiheitsstrafe bis zu zwei Wochen zu bestrafen.

Jo, mei…

Nächstes Jahr glaub ich noch nicht so dran, aber wenn Constantin in 15 Monaten dann zu Hause bleibt während Benjamin in die Schule gehen müsste, könnte ich mir vorstellen dass die erneute Abmeldung ein  Thema für ihn werden könnte.

Ich wünsche ein schönes Pfingstwochenende
Alles liebe