Verbindungen stärken durch gemeinsames Spiel [Bindungsförderung]

Hallo meine Lieben!

An diesem Samstag vormittag biete ich einen kurzen Überblick über Bindungsspiele. Beschreibe die Merkmale von Bindungsspielen und was sonst noch wichtig ist:

Ich denke uns ist allen klar warum eine gute Bindung(-spiele) wichtig ist. Aber trotzdem nochmal zusammengefasst:
*weil sie die dazu beitragen können die Eltern-Kind-Bindung zu stärken – was sich vor allem in Krisensituationen auswirken wird.. was gleichermaßen für eine Krise im Kindergartenalter aber auch für jene die im Teenageralter oder später durchlebt werden müssen, zutrifft. Zu Erleben was es bedeuted einen sicheren Hafen zu haben in den man bei schlechtem Wetter einkehren kann, macht Menschen Unabhängiger und nicht Anhänglicher.
*weil sie zum emotionalen Wohlbefinden beitragen aber auch
*weil sich Humor und Lachen nachweislich positiv auf die Gesundheit auswirken
*weil sie helfen können Vertrauen, Empathie, Selbsbewusstsein, Sicherheit, Geben & Nehmen, Freude und Humor weiterzuentwickeln
*weil Lachen im Zentrum steht und einen Niederschwellige Zugangsmöglichkeit bietet

Merkmale von Bindungsspielen:

Bindungsspiele…

*sind interaktiv und können von jedem, überall und zu jeder Zeit gestartet werden.
*sind Spiele bei denen das Lachen (aber niemals Auslachen!) im Mittelpunkt steht.
*sind gratis aber nicht umsonst!
*fördern die Kooperationsbereitschaft
*helfen Stress und Anspannung abzubauen
*spielen die meisten automatisch ohne um die Bedeutung zu wissen.

*sind nicht aggressiv
*sind nicht belustigend
*sind auch nicht belehrend oder korrigierend
*sind niemals wettbewerbsorientiert
*oder fix reglementiert – dh Regeln können sich von Heut auf Morgen ändern
*sind keinesfalls übergriffig – für den Vertrauensaufbau und die Sicherheit sind Grenzen zu wahren, psychische wie physische
*und dienen nicht der Ablenkung – also werden optimalerweise nicht anfangen wenn das Kind weint und sich nicht beruhigen lässt.

Bevor ich aber in dieser Rubrik beginne Spielideen vorzustellen auf die all das zutrifft – nehmen wir uns Zeit zur Reflektion:

Da wir mit Kindern – unreflektiert, dh wenn wir uns nicht bewusst dazu entscheiden es anders zu machen – so umgehen, wie mit uns ungegangen wurde, lohnt es sich zu Hinterfragen welche Erfahrungen man selbst überhaupt gemacht hat!

Klärt für euch selbst, mit eurem Partner, mit einer Freundin oder einem Familienmitglied (das am Besten nicht umbedingt die eigene Mutter, oder der eigene Vater ist) einige Fragen (diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit sondern bietet nur Denkanstöße – sprecht einfach über das Thema)

*Was war als Kind dein Lieblingsspielzeug?
*Welches dein Lieblingsspiel?
*Mit wem hast du gespielt? Und wie ging es dir dabei?
*Gibt es ein Spielzeug dass du umbedingt haben wolltest aber nie bekommen hast?
*Wie ist es dir gegangen wenn du bei spielen gewonnen/verloren hast?
*Wurdest du wegen dem (mit) was du spielst oder wie lange (im Bezug aufs Alter) du gespielt hast jemals kritisiert?
*Wie geht es dir dabei wenn du dein Kind spielen siehst? Genießt du es zuzusehen, oder bist du genervt weil es dich permanent auffordert mitzuspielen oder immer dasselbe Spiel spielt? Wünscht du dir es würde öfter alleine Spielen oder dich öfter mitspielen lassen? Wie geht es dir damit wenn dein Kind immer gewinnen will, schummelt oder eigene Spielregeln erfindet? Kannst du mit dem Spielzeug dass dein Kind sich aussucht etwas anfangen?

*Würdt ihr euch diese Erfahrungen für euer Kind bzw. eure Kinder auch wünschen? Was davon nicht – und warum?

Ich denke damit hätten wir alle erstmal eine Weile genug zu tun. 😀
Also stellt euch die Fragen, sprecht darüber mit anderen
Vielleicht überrascht euch ja was Sie zu Tage fördern.

Nächste Woche geht es dann ab hier weiter..
Bis dahin alles Liebe

Victoria

(m)eine Challange + freebie [Organisation und Haushalt]

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Hallo meine Lieben!

Wo beginne ich.. :/ am besten vor etwas über einem Jahr.

Im ersten Lebensjahr von Laurentin hab ich mir eine Putzfrau gegönnt. Eine Frau die regelmäßig durchs Haus geht und mir so die gröbste Hausarbeit abnimmt. Und trotzdem bin ich immer wieder im Chaos versunken. Unterstützt von 5 Kindern oft schon keine 24 Stunden später. Ich war ziemlich frustriert – auch wegen dem scheinbar sinnlos hinausgeschmissenen Geld – und kam zu dem Schluss, dass ich das so nicht mehr will. Ich machte also was ich immer tue und begann zu recherchieren. Sah mir Life-Hack-Videos auf Youtube an, las Blogs und Artikel und stieß schließlich in einer Mama-Gruppe in einem Putz-Motivationsthread auf Konmari bzw. so auf die Hörbuchversion von „Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen ihr Leben verändert.“ von Marie Kondo (Konmari).

Ich hab also aufmerksam zugehört und es auf mich wirken lassen – zugegeben wenn sie davon schreibt/liest dass auch Dinge Gefühle haben .. bin ich der Typ Mensch dem es wirklich schwer fällt nicht verächtlich zu schnauben – aber das hab ich dann einfach irgendwann überhört. Die Message selbst kam trotzdem bei mir an.

Und so begann ich damit meine Dinge auszumisten. Und zwar dann doch tatsächlich nach dem Konmari-Prinzip. Bei dem es darum geht, die Dinge einzeln in die Hand zu nehmen und sich zu fragen:
*Macht es mich glücklich? und/oder *Ist es mir nützlich?
Angefangen hab ich mit meinem Kleiderschrank, über meine Bücher, Säckeweise Kinderkleidung, Schuhe und Kinderschuhe, die Küche – ich hab mich von einiger Tupperware und anderem Geschirr getrennt, anderes behalten, habe die meisten meiner Küchengeräte verkauft, auch Spielzeug hab ich ausgemistet, ich hab mein E-Mailpostfach mit 12.000 Mails bearbeitet und diese Zahl auf eine Endsumme von 21 Mails reduziert, usw… selbst meine Stoffschrankleichen haben großteils dran glauben müssen.

Bei jedem Teil das gehen durfte hab ich mich gefragt wie es überhaupt bei mir ankam.

*Habe ich es gekauft?
– Warum?
– Hab ich es gebraucht/benutzt?
– Warum macht es mich nicht glücklich? (steht es mir nicht?, passt es nicht zu mir?, störe ich mich am Material, der Farbe, der Verarbeitung oder am Aufwand bei der Pflege/Instandhaltung?)
– Wie kann ich mich selbst in Zukunft davor bewahren solche Käufe überhaupt zu tätigen?

*Wurde es mir geschenkt? Oder gar „gespendet“? (viele Menschen glauben ja einem was Gutes damit zu tun, ungefragt Kinderkleidung anzuschleppen.. Sätze die ich dann höre fangen oft mit der Phrase „mit fünf Kindern..“ an und enden auf „..braucht man das ja sowieso“ #nein, „..kann man nicht genug haben“ #oh,doch!)
– Wie kann ich das umgehen?
Darf ich „nein, danke!“ sagen? Und – kann ich es überhaupt? (ich ertappe mich nämlich dabei es dann trotzdem anzunehmen – selbst wenn ich schon weiß, dass es nichts für uns ist)

Ich bin in dieser Zeit wirklich schon sehr viel Ballast los geworden – aber wenn ich ehrlich bin, war ich nicht besonders konsequent dabei es bis zum Ende durchzuziehen.

Ich stieß, durch eine andere Facebookgruppe, auf ein zweites Buch, und zwar „Die magische Küchenspüle – Sich selbst und den eigenen Haushalt auf Hochglanz bringen“ von Marla Cilley (die Flylady), durch die ich angefangen hab mich mit Routinen auseinanderzusetzen, und für mich welche zu finden an die ich mich halten kann. Und daneben, und den übrigen Verpflichtungen hab ich schlicht keine Zeit mehr zum Ausmisten gefunden.

Die Routinen funktionierten auch ziemlich gut wie ich finde. Und ich war eine Zeit lang sehr stolz, dass ich alles unter einen Hut bekam und dafür keine Putzfrau mehr brauchte. Aber es war natürlich auf unseren 200m² ein heiden Aufwand. Und ganz zufrieden bin ich damit auch nicht – zumindest nicht ohne vorher nochmal richtig ausgemistet zu haben. Eine der Kernaussagen in beiden Büchern ist nämlich dass man Gerümpel nicht Ordnen kann. Und durch Konmari (und das hinterfragen warum sich die dinge überhaupt in meinem Besitz befinden) hat sich meine Einstellung zu den Dingen die ich besitze(n will) und vor allem auch den Dingen die ich anschaffe grundsätzlich verändert. Heute betrachte ich immer noch einiges von dem was ich habe als solches Gerümpel, welches ich noch los werden will/muss.

Mein Schlüsselerlebnis:
Ich habe letztens – nachdem mein Mann den Tupperware Katalog mit nach Hause gebracht hat – ihn durchgeblättert, mir alles interessiert angesehen, ihn zugemacht und musste dann breit und sehr zufrieden Grinsen. Denn ich schloss den Katalog mit dem Gedanken: „Ich hab meine 5 Produkte. Mit denen bin ich zufrieden und habe damit bereits alles was ich brauche„. Und das fand ich ungeheuer befreiend und befriedigend.

Genau da will ich hin.. und zwar im Bezug auf einfach alles.

Jetzt im Moment ist es aber so dass krankheits-, einschränkungs-, alltags- und motivationsbedingt weder die Routinen greifen noch sonst was.. immer kommt was dazwischen und es geht wieder bergab. 😦 Deshalb brauch ich ganz dringend einen gewaltigen A*schtritt. Also .. verschaffe ich mir den nun dadurch, dass ich euch zu meinen Zeugen mache. 😀 Ich bin in der 30. Schwangerschaftswoche hab also noch einige Wochen gut und kann in den nächsten Wochen auch den Motivations-Bonus „Nestbautrieb“ nutzen. Deshalb gefällt mir die Idee, mir eine Challenge (überwiegend nach Konmari) aufzuerlegen. Ich habe vor, mir jeden Freitag ein realistisches Ziel zu setzen, welches ich bis zum nächsten Freitag erreichen will – und berichte euch dann darüber ob das funktioniert hat. Wo es Probleme gab, ob und welche Lösungen gefunden wurden, usw. und sag euch natürlich welches neue Ziel ich mir für die nächste Woche setzen will. Außerdem würd ich mich freuen wenn ich mit meiner Challenge nicht allein bin – also falls wer mit machen will? Nur zu!

Zur Ausgangssituation… was soll ich dazu schon sagen?

Kennt ihr den Spruch „In unserem Zuhause ist es sauber genug um nicht krank zu werden, aber dreckig genug um sich wohlzufühlen!“ Tja.. krank werden wir zwar nicht,.. aber wohl fühl ich mich auch nicht.

Wie schon oben erwähnt ist die erste Kategorie die nach Konmari ausgemistet wird, der Kleiderschrank.

D.h.:
alle Jacken, Oberteile, Hosen, Kleider, Röcke, Unterwäsche, Socken, Bettwäsche, Handtücher, Schuhe und Taschen werden in einem Rutsch geprüft ob die Teile bleiben (weil sie mich glücklich machen oder mir [aktiv] nützlich sind [und nicht bloß vielleicht irgendwann nützlich „sein könnten“]) oder weiterziehen dürfen.

Zur besseren Übersicht hab ich für uns eine Checkliste kreiert, die ihr euch hier kostenlos downloaden könnt:

Nun hab ich das vor einem Jahr schon gemacht!
Ich hab im Schnitt etwa 80% von dem was ich besaß je nach Zustand gespendet oder entsorgt. Auch bei der Kinderkleidung hab ich das meiste ausgemustert. 

So und jetzt? Ein Jahr später und ohne Shoppingtouren oder großartige Nähaktionen für mich selbst, komme ich zu einem für mich überraschenden Schluss: Ich habe nach wie vor Kleidung die ich das ganze Jahr nicht getragen habe! Auch meine Kinder haben Kleidung die ich ihnen einfach nicht anziehe – und sie sich selbst auch nicht.

Und das wird meine Challenge diese Woche:

Ich werde mir jeden Tag einen Schrank – beginnend mit meinem eigenen – vornehmen, und nochmal ausmisten. Nächsten Freitag, soll sich also nur mehr das darin befinden was ich wirklich besitzen will.

Ist das realistisch?
Ich denke schon. Weil mein Schrank ja ohnehin schon sehr stark reduziert ist – trau ich mir zu das an einem Tag zu schaffen. Und die „Schränke“ meiner Kinder sind auch ziemlich begrenzt – jedem Kind steht ein IKEA Trofast 3×3 Regalrahmen mit jeweils 9 flachen Einschüben zur Verfügung. Das hat bisher gereicht. Ich denke wenn ich mir jeden Tag 30 Minuten für einen Schrank nehme, sollte das funktionieren.

Also – ab ans Werk! Bis zum nächsten Mal

Victoria

mein Mehlspeisentraum [kreatives Handwerk]

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Hallo meine Lieben!

Ich hab mich entschlossen diese Rubrik nicht mit dem Nähen oder der Fotografie zu beginnen, sondern – weil es gerade so gut zu dieser Jahreszeit passt – mit meinem liebsten Rezept für warme Mehlspeisen.

Und zwar: Topfenknödeln
für die Internationale Leserschaft:
Topfen = Quark
Bröseln = Paniermehl

Zutaten

Was wir benötigen

Für die Knödel:
*1 Topfen,
*1 Ei,
*50g Magerine,
*1 Pkg Vanillezucker,
*5 EL Grieß (ich bevorzuge den Himmeltau Kindergrieß mit Bienenhonig) und dann
*Vollkornweizenmehl (schmeckt mir am besten geht aber auch ein anderes)

Bröselmantel:
*Bröseln
*Butter

Erdbeerspiegel:
*Erdbeeren
*ggf Zucker


Die Zutaten – in der Reihenfolge der Zutatenliste – nach und nach in die Rührmaschine geben bis sich der Teig vom Rand der Schüssel löst, und quasi zu einem großen Klumpen wird der es anstrebt die Knethaken des Rührgerätes hinaufzuwandern. Dann passt die Konsistenz optimal zum Knödel formen.

so sollte der Teig aussehen – eine feste formbare Masse

Zum durchziehen lassen kommt die Masse abgedeckt in den Kühlschrank (ich lass ihn meist 3-6 Stunden ziehen). Anschließend forme ich mit bemehlten Händen Knödel, welche ich ins kochende gesalzene Wasser lege.

Achtung nicht zu groß die gehen (je nach verwedendeter Grießsorte) ein bisserl auf (ich mach sie meist mit 3 cm Durchmesser .. die werden dann etwa 5cm groß). Je nach Größe und Form kann die Kochzeit variieren. Ich lasse sie meist noch 5 Minuten im Wasser wenn sie schon an der Oberfläche schwimmen.

Zeitgleich Bröseln in Butter goldbraun anrösten und die fertigen Knödel direkt nach dem Wasserbad drin schwenken.

Für die Sauce einfach Erdbeeren einkochen und pürieren – ggf Zuckern um die Säure abzumildern.

Servieren und genießen!
Guten Appetit!

Für uns 2 Erwachsene + 5 Kinder + 2 Portortionen für Peter (der nimmt sie mit in die Arbeit) benutze ich ich 5 Topfen (die übrigen Zutaten ebenfalls x5), 700g Erdbeeren und etwa 400g Bröseln (welche ich für Bröselnudeln einfriere falls etwas davon über bleibt).

Alternativ zum Erdbeerspiegel kann man die Knödel auch mit jedem anderen Fruchtmuß, Kompott, Marmelade, Butter & Mohn oder geriebenen Nüssen, Zucker & Zimt usw. servieren. 

Alles Liebe und gutes Gelingen!

Victoria


Ein Ausflug ins Krankenhaus – [..als #Mäuschen bei uns]

Am Dienstag hält von nun an die Realität einzug. Mit eigener Rubrik. Alltagsgeschichten, Alltagsprobleme, Alltagslösungen, Alltagseinblicke, der Alltag in der Großfamilie halt. Die Möglichkeit hier Mäuschen zu spielen.

Zwar wieder mit einem Tag der nicht wirklich passt – weil definitiv nicht alltäglich,.. aber naja „das Leben ist das, was passiert während man Pläne schmiedet“ – also drauf los:

Das Leben mit 5 Kindern verlangt einem auch ohne Schwangerschaft schon einiges ab – und mit Schwangerschaft erst recht.

Alles begann schon gestern Abend – als sich mein Jüngster in einem kurzen Moment in dem ich abgelenkt war eine Flasche Putzmittel zu eigen machte und sich mit einem einzelnen Pumpstoß zielsicher ins Auge sprühte. Zum Glück hab ich keine ätzenden Reinigungsmittel im Haus weil ich seit der Mutterschaft einen großen Bogen um orangene Warnhinweiszeichen mache. Hab das Auge ausgespühlt. Aber er reagierte natürlich trotzdem sofort darauf. Er tränte stark, war gerötet, der Inhalt der Nasennebenhölen wurde durch den Köpereigenen ausschwemmversuch auch gleich mit herausbefördert.
 
Also stand ein Besuch in der Notaufnahme an.
Wir kommen dort an, sagen was passiert ist und werden sofort vorgezogen.
Ich halte Ihn während die Schwester das Auge erneut spühlt. Er potestiert – aber wir müssen da durch.
Die Krankenschwester meint zwischendurch „Sie haben schon ältere Kinder – oder?“, ich antworte knapp mit „Ja“, beschäftigt damit meinen Sohn zu fixieren. Woraufhin sie erwiedert „Das merkt man sofort!“. Ich frage Interessiert „Woran denn?“ und sie antwortet: „Kennen Sie diesen Spruch, dass Eltern beim ersten Kind der Hysterie verfallen wenn es mal Sand isst, während Elteren deren drittes Kind Sand isst fragen ob es dann noch Abendessen braucht?“. Ich lächle mild und bejahe. „Sie jedenfalls sind sehr ruhig und unaufgeregt und wissen dass das was jetzt kommt zwar nicht schön aber unvermeidbar ist.“
Einige Minuten später – das Kind trotz Abdeckung komplett nass – bekommen wir ein Ersatzshirt von einer der Schwestern.. dessen erwachsene Vorbesitzerin wohl winzig sein muss 😀 – und machen uns auf den Weg in die Augenambulanz im 1. Stock. Nach einer kurzen Untersuchung des wenig kooperativen Zwergenkönigs bekommt er eine Salbe ins Auge und wir fahren nach Hause. Kontrolle morgen Vormittag.

Er ging schlafen und die Nacht verlief Ereignislos.

Heut morgen kurz nach 05:30 aus dem Bett – alle Kinder schlafen.
Peter verlässt gegen 06:00 das Haus. Obwohl Benjamin um 06:00 aufgeweckt werden wollte, ließ ich das heut aus und ging erst in Ruhe frühstücken. Gegen halb 7 holte ich ihn aus seinem Bett und er machte sich fertig und frühstückte.
Dann wachten nach und nach die anderen auf, die ich der Reihe nach anzog und verköstigte.
Zeitgerecht bricht dann Benjamin auf um in die Schule zu fahren und ich diskutiere einstweilen mit Constantin.

Sein Standpunkt „Er will nicht mitfahren, sondern zu Hause bleiben“ 
Mein Standpunkt „Ich wüsste nicht wie lange das dauert – also bleibt ihm keine Wahl“

Keine 30 Minuten später sind alle Fertig und wir brechen auf.
Constantin mäßig begeistert. Kooperiert, aber schweigt (und das heißt bei ihm was!)… tja, man kanns halt nicht allen Recht machen.


Die Mädchen checken im Kindergarten ein und wir fahren weiter in die Augenambulanz zur Kontrolle. Auf dem Weg halten wir beim DM um Wegwerfwindeln und Feuchttücher zu besorgen, die hab ich nämlich vergessen.. und Laurentin hatte die letzten beiden Tage Durchfall.. also :/
Kaum dass wir das Krankenhaus betreten weiß Laurentin wo wir nun sind – und beginnt zu meckern. Geht zwar weiter mit uns mit aber tut seinem Unmut auch kund. Irgendwie trotzdem süß. Auch er weiß und kann auch an mir ablesen – das dies nun unvermeidbar ist. Um 09:20 melden wir uns an (um 09:30 hätte die Anmeldung geschlossen *phu*). 

Nach einer Stunde warten in der Laurentin mit einer etwa 12-13 Jährigen Schülerin flirtet – und Constantin eine freie Doppelseite in meinem Bullet Journal bekritzelt, werden wir aufgerufen.


Laurentin betritt denselben Raum wie gestern Abend und die Kooperationsbereitschaft sinkt augenblicklich auf das absolute Mindestmaß.
Er wird untersucht und das Auge ist okay. Keine bleibenden Schäden. Gegen die Rötung gibts Augentropfen und wir gehen wieder nach Hause.

Auf dem Heimweg will Laurentin dann nicht mehr selbst gehen, ich nehme ihn in die Frl.Hübsch und wir setzen unseren Weg heim fort. Ich (die morgen in die 30. Schwangerschaftswoche startet) also bepackt mit 14 Kilo Kind am Rücken, und meiner Umhängetasche die mit Windeln, Feuchttüchern, meinem Zeug und Getränken mindestens nochmal 5kg wiegt gehe im ‚Schneckentempo heim. Meine Symphyse und die Iliosakralgelenksblockade machen sich bemerkbar. Und es tut einfach nur weh. Ich komme heim, bringe Laurentin ins Bett und warte auf Peters allmittäglichen Anruf.

Ich bin müde und fertig, mein Rücken tut weh und ich kann nur mehr winzige Schritte machen. Ich suddere wohl ziemlich beim Telefonat mit Peter, denn der disponiert seinen Dienst um, und schickt mich ins Bett. ❤ War bitter notwendig.

Auf dem Plan stand heute eigentlich Pasta Asciutta – aber die hätte ich schon vor Stunden im Slowcooker aufsetzen müssen, hab ich verabsäumt. Also muss ein Ausweichplan her – bei dem ich nicht kochen brauch – weil einfach nicht motiviert. Wir haben uns gegen Pizzaria und Chinesen und für den Mc*Shit entschieden.

Danach gings ab ins Bett.
Und jetzt .. hoffen wir dass morgen wieder Normalität einkehrt.

Ich wünsche einen schönen Abend.
alles Liebe

Victoria

Wochenrückblick – der Erste [KW48]

Hallo meine Lieben!

Heute an diesem 1. Sonntag im Dezember möchte ich eine Neue Rubrik einführen. Der Wochenrückblick. Ich werde im Rahmen dieses, einmal pro Woche für euch und auch uns zusammenfassen, was wir so gemacht, erlebt und erlernt haben.

Ich starte dabei zwar mit einer der denkbar ungünstigesten Wochen überhaupt – aber ich habe mir geschworen wieder mehr zu schreiben – also müssen wir da jetzt einfach gemeinsam durch. 😉

Kurz zusammengefasst kann man über diese Woche eigentlich nur eines sagen: Willkommen in der Quarantäne.
Die ersten beiden Magen-Darm-Kandidaten haben es hinter sich und den Virus auskuriert – wir warten jetzt also ab, ob es weiter um sich greift – und wenn ja, wen es als nächstes erwischt.

Deshalb ging die Woche „schultechnisch“ eigentlich nicht viel weiter – abgesehen von der Tatsache, dass die Großen dazu aufgefordert waren und wurden nun in weiteren Bereichen selbstständiger zu sein.

Konkret geht es dabei darum, Aufgaben des täglichen Lebens die bisher ich übernommen hab, nun selbst zu erledigen. Wer dafür Inspirationen braucht, welche Aufgaben das sein können und wie man das umsetzen kann, wird mit dem Begriff „Aufgaben den täglichen Lebens Montessori“ auf Google oder Pinterest schnell fündig.

Ich hab also ein leeres gereinigtes Marmeladeglas aus der Küche, ein paar Zungenspartel aus dem Bastel-/Geländebauregal und die Stifte aus meinem Federpenal mit einigen ausgewählten „Daily Quests“ kombiniert und so entstand: das Quest-Glas.

Das Quest-Glas enthält farblich markierte, beschriftete Zungenspartel.
Jeder Spartel steht für eine Queste, jede Farbe für die Altersgruppe (Rot geht für alle; Blau ab 3 Jahren; Grün ab 6). Quests wie zum Beispiel

  • Lilly füttern (Hund)
  • gieße die Pflanzen im Erdgeschoß
  • putze den Spiegel
  • deck den Tisch
  • Fische füttern
  • Ordne ein Fach deines Kleiderschranks
  • sammle alle Bücher ein
  • Socken sortieren

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Was erledigt ist, kommt in ein zweites Glas. Zurück ins erste wird nur das sortiert, was auch anfällt.

Es gibt keine Belohnungen wenn sie gemacht werden, und keine Bestrafungen wenn nicht. Ich weiß, dass Sie selbstwirksam sein wollen, und das empfinden sie bisher jedenfalls schon als „Belohnung“ genug. Da braucht es keinen Bonus extra. Ich mein, wer kennt das nicht? Das Gefühl wenn ihr ein Ziel welches ihr euch gesetzt habt, auch erreicht habt. Das ist wunderbar – das will man rausposaunen und genießen! Und genau darauf spekuliere ich auch mit diesem Glas.

Sie haben es jedenfalls begeistert angenommen – vor allem Lilith, die von sich aus schon seit Monaten immer wieder nach „Aufgaben“ fragt, welche sie übernehmen dürfe/könne – und sich sogleich hineingestürzt. Und ich, konnte ein paar einfache Aufgaben abgeben.

Ursprünglich ging es zwar bloß um diese Woche aber ich denke das bleibt jetzt doch erhalten.

Alles Liebe und bis nächsten Sonntag!

Victoria

Ein Update von uns

Hallo meine Lieben.

Heute vor 7 Wochen hat die Schule hierzulande begonnen. Auch für Benjamin der nach wie vor die Volksschule besucht. Constantin hingegen, der nun auch schulpflichtig ist, ist im häuslichen Unterricht verblieben.

Ich gewähre euch heute Einblick in einen ganz normalen Tag von meinem Zweitgeborenen.

Er steht in 9 von 10 Fällen in der früh mit allen anderen auf und macht sich fertig. Zieht sich an, frühstückt und begleitet mich auf meinem Wegen.

Dazu gehört es Benjamin an der Ecke zu verabschieden – der von dort aus alleine weiterfährt, die Mädchen in den Kindergarten zu bringen und zu erledigen was sonst noch ansteht an dem Tag (Einkauf, Arztwege, Amtswege, Bücher tauschen in der Bücherei, Ausflüge,..) und anschließend wieder nach Hause zurückzukehren.

Bisher war es noch an jedem Tag so, dass er sich dann mit seinem Material hinsetzt und beginnt daran bzw. damit zu arbeiten. Etwa 20-30 Minuten löst er so Rätsel und bearbeitet Arbeitsblätter über die Themen die er gerade spannend findet, beschäftigt sich mit Übungen aus seinen Schulbüchern und/oder liest.

Unaufgefordert.

Dann hilft er mir beim kochen, backen, Ordnung machen, sieht fern und spielt (manchmal auch am tablet), bis kurz nach Mittag, sein älterer Bruder von der Schule heim kommt. Die beiden essen, machen Pause, quatschen und spielen. Benjamin möchte in der Zeit nichts von der Schule und Hausübungen hören oder sehen. Etwa nach einer Stunde hat er genug Zeit zum akklimatisieren gehabt und die Buben starten – durch Constantin initiiert – in die Lernzeit.

Die Lernzeit haben wir am Beginn diesen Jahres eingeführt – einerseits damit Benjamin neben seinen Geschwistern – die in der Zeit schlafen, malen, rechnen, lesen oder schreiben – genug Ruhe finden kann um sich auf seine eigenen Aufgaben zu konzentrieren; und auf der anderen Seite auch, um Benjamin aufzuzeigen dass Constantin – entgegen Benjamins anfänglicher Befürchtungen (Ja, auch er der es besser wissen könnte, glaubt freilerner hätten nichts zu tun 🤣) – auch was zu tun hat.

Und so startet verlässlich jeden Tag nach der Schule eine zweite Einheit, die wie die erste etwa 20-30 Minuten dauert. Anfangs war es beinahe eine Stunde – weil Benjamin so lang an seinen Hausaufgaben saß. Aber inzwischen haben sich die beiden gut eingestellt und arbeiten zügig ihre Aufgaben ab. Benjamin die von der Schule geforderten Hausaufgaben, Constantin eben die selbst auferlegten.

Ich hab Constantin am Beginn dieses Schuljahres eine Mappe zusammengestellt. Ich hab seine Schulbücher (Deutsch, Mathematik, Sachunterricht) auseinandergenommen und immer 3 Arbeitsblätter (2 Deutsch + 1 Mathe oder später Sachunterricht) in einer Klarsichthülle zusammengefasst.

Er hat ja schon vor etwas weniger als zwei Jahren mit der silbierten Fibel „ABC der Tiere“ zu lesen begonnen – schreiben lernen, interessiert ihn aber erst seit ein paar Wochen. Begleitend zur Fibel gibt es zwei Arbeitsbücher, den Schreibkurs und den Spracharbeitsteil – für Constantin eine Art Rätselbuch. Und damit die beiden Teile eben thematisch gleich auf bleiben, kamen die Klarsichthüllen ins Spiel.

Wenn nicht Peter sie an der Arbeit abholt hol ich die Mädchen nach der Lernzeit.

Am Nachmittag spielen sie wieder, gehen in den Hof, treffen draußen ihre Freunde die nun ebenfalls mit Schule/Nachmittagsbetreuung und Hausaufgaben machen fertig sind.

Danach wird es Zeit zum Abendessen, die Kleinen gehen im Anschluss schlafen und Constantin setzt sich meist für seine 3. Einheit an den tisch in seinem Zimmer. Wieder liest er, bearbeitet Arbeitsblätter, löst Rätsel, schreibt in seine Hefte,..

Wollte ich ihn zwischenzeitlich dazu animieren auf die Einheit zu verzichten, weil ich meinte er hätte für heute schon genug gemacht – riskiere ich dass er heulend vor mir stand. Also verkneif ich mir inzwischen jegliches Kommentar in diese Richtung und lass ihn einfach machen.

Nachdem die Mappe langsam dünner wird, hab ich heute nachgezählt für wieviele Einheiten der Stoff der 1. Klasse noch reicht und kam auf die Zahl 38. Gut dass Nachschub bereits besorgt und/oder auf dem Weg ist. 😅

Außerdem zeigt mir das, und die Erfahrungen, die wir mit und bei Benjamin in unserem Schulsystem und in unserem Schulbezirk gemacht haben – und nach wie vor machen, wieder deutlich auf, dass es sehr gut ist, dass Constantin nicht in die Schule geht. Sie könnten auf ihn nicht eingehen. Ihn nicht individuell genug sehen neben 25 anderen Kindern. Und wenn ihm langweilig wird und er sich aber auch nicht anders verausgaben könnte – weil es nun mal Schule ist und Projekte wie „Bewegtes Lernen“ immer noch die Ausnahme sind, er also höchstwahrscheinlich auch noch rumsitzen müsste.. wär er schneller als verhaltensauffällig eingestuft als man es buchstabieren könnte. Dabei ist er ein ganz normales interessiertes und begeistertes Kind – weder hochbegabt noch sonst was.

Ich hab mir außerdem überlegt noch ein paar Worte zu den jüngsten politischen Entscheidungen der österreichischen Bundesregierung zu schreiben. Aber ich finde sie schlicht so bescheuert, dass ich schon gar nicht mehr mehr dazu schreiben will.

Was gibts sonst noch zu sagen?

Heute hat Laurentin Geburtstag. Er wird 2. Unglaublich..

Ich starte übermorgen in die 23. Schwangerschaftswoche und erwarte ein Mädchen dass – wenn es nach mir geht – wahrscheinlich Dorothea heißen wird. Aber noch ist es nicht beschlossen.

Blogtechnisch ist nach langer Durststrecke auch grad viel im Umbruch und so wird es ab Dezember zum Beispiel Themen geben die einmal die Woche wiederkehren… Weil spielen lernen ist etwa Spielepräsentationen, -tests und -rezensionen welche Peter für euch schreiben wird.

Außerdem gehe ich wieder 16 Stunden pro Woche arbeiten. Constantin und Laurentin sind in der Zeit bei meiner Mama gut aufgehoben.

Mehr fällt mir im Moment nicht ein,.. bis zum nächsten Mal.

Eure Doria