Ein Update von uns

Hallo meine Lieben.

Heute vor 7 Wochen hat die Schule hierzulande begonnen. Auch für Benjamin der nach wie vor die Volksschule besucht. Constantin hingegen, der nun auch schulpflichtig ist, ist im häuslichen Unterricht verblieben.

Ich gewähre euch heute Einblick in einen ganz normalen Tag von meinem Zweitgeborenen.

Er steht in 9 von 10 Fällen in der früh mit allen anderen auf und macht sich fertig. Zieht sich an, frühstückt und begleitet mich auf meinem Wegen.

Dazu gehört es Benjamin an der Ecke zu verabschieden – der von dort aus alleine weiterfährt, die Mädchen in den Kindergarten zu bringen und zu erledigen was sonst noch ansteht an dem Tag (Einkauf, Arztwege, Amtswege, Bücher tauschen in der Bücherei, Ausflüge,..) und anschließend wieder nach Hause zurückzukehren.

Bisher war es noch an jedem Tag so, dass er sich dann mit seinem Material hinsetzt und beginnt daran bzw. damit zu arbeiten. Etwa 20-30 Minuten löst er so Rätsel und bearbeitet Arbeitsblätter über die Themen die er gerade spannend findet, beschäftigt sich mit Übungen aus seinen Schulbüchern und/oder liest.

Unaufgefordert.

Dann hilft er mir beim kochen, backen, Ordnung machen, sieht fern und spielt (manchmal auch am tablet), bis kurz nach Mittag, sein älterer Bruder von der Schule heim kommt. Die beiden essen, machen Pause, quatschen und spielen. Benjamin möchte in der Zeit nichts von der Schule und Hausübungen hören oder sehen. Etwa nach einer Stunde hat er genug Zeit zum akklimatisieren gehabt und die Buben starten – durch Constantin initiiert – in die Lernzeit.

Die Lernzeit haben wir am Beginn diesen Jahres eingeführt – einerseits damit Benjamin neben seinen Geschwistern – die in der Zeit schlafen, malen, rechnen, lesen oder schreiben – genug Ruhe finden kann um sich auf seine eigenen Aufgaben zu konzentrieren; und auf der anderen Seite auch, um Benjamin aufzuzeigen dass Constantin – entgegen Benjamins anfänglicher Befürchtungen (Ja, auch er der es besser wissen könnte, glaubt freilerner hätten nichts zu tun 🤣) – auch was zu tun hat.

Und so startet verlässlich jeden Tag nach der Schule eine zweite Einheit, die wie die erste etwa 20-30 Minuten dauert. Anfangs war es beinahe eine Stunde – weil Benjamin so lang an seinen Hausaufgaben saß. Aber inzwischen haben sich die beiden gut eingestellt und arbeiten zügig ihre Aufgaben ab. Benjamin die von der Schule geforderten Hausaufgaben, Constantin eben die selbst auferlegten.

Ich hab Constantin am Beginn dieses Schuljahres eine Mappe zusammengestellt. Ich hab seine Schulbücher (Deutsch, Mathematik, Sachunterricht) auseinandergenommen und immer 3 Arbeitsblätter (2 Deutsch + 1 Mathe oder später Sachunterricht) in einer Klarsichthülle zusammengefasst.

Er hat ja schon vor etwas weniger als zwei Jahren mit der silbierten Fibel „ABC der Tiere“ zu lesen begonnen – schreiben lernen, interessiert ihn aber erst seit ein paar Wochen. Begleitend zur Fibel gibt es zwei Arbeitsbücher, den Schreibkurs und den Spracharbeitsteil – für Constantin eine Art Rätselbuch. Und damit die beiden Teile eben thematisch gleich auf bleiben, kamen die Klarsichthüllen ins Spiel.

Wenn nicht Peter sie an der Arbeit abholt hol ich die Mädchen nach der Lernzeit.

Am Nachmittag spielen sie wieder, gehen in den Hof, treffen draußen ihre Freunde die nun ebenfalls mit Schule/Nachmittagsbetreuung und Hausaufgaben machen fertig sind.

Danach wird es Zeit zum Abendessen, die Kleinen gehen im Anschluss schlafen und Constantin setzt sich meist für seine 3. Einheit an den tisch in seinem Zimmer. Wieder liest er, bearbeitet Arbeitsblätter, löst Rätsel, schreibt in seine Hefte,..

Wollte ich ihn zwischenzeitlich dazu animieren auf die Einheit zu verzichten, weil ich meinte er hätte für heute schon genug gemacht – riskiere ich dass er heulend vor mir stand. Also verkneif ich mir inzwischen jegliches Kommentar in diese Richtung und lass ihn einfach machen.

Nachdem die Mappe langsam dünner wird, hab ich heute nachgezählt für wieviele Einheiten der Stoff der 1. Klasse noch reicht und kam auf die Zahl 38. Gut dass Nachschub bereits besorgt und/oder auf dem Weg ist. 😅

Außerdem zeigt mir das, und die Erfahrungen, die wir mit und bei Benjamin in unserem Schulsystem und in unserem Schulbezirk gemacht haben – und nach wie vor machen, wieder deutlich auf, dass es sehr gut ist, dass Constantin nicht in die Schule geht. Sie könnten auf ihn nicht eingehen. Ihn nicht individuell genug sehen neben 25 anderen Kindern. Und wenn ihm langweilig wird und er sich aber auch nicht anders verausgaben könnte – weil es nun mal Schule ist und Projekte wie „Bewegtes Lernen“ immer noch die Ausnahme sind, er also höchstwahrscheinlich auch noch rumsitzen müsste.. wär er schneller als verhaltensauffällig eingestuft als man es buchstabieren könnte. Dabei ist er ein ganz normales interessiertes und begeistertes Kind – weder hochbegabt noch sonst was.

Ich hab mir außerdem überlegt noch ein paar Worte zu den jüngsten politischen Entscheidungen der österreichischen Bundesregierung zu schreiben. Aber ich finde sie schlicht so bescheuert, dass ich schon gar nicht mehr mehr dazu schreiben will.

Was gibts sonst noch zu sagen?

Heute hat Laurentin Geburtstag. Er wird 2. Unglaublich..

Ich starte übermorgen in die 23. Schwangerschaftswoche und erwarte ein Mädchen dass – wenn es nach mir geht – wahrscheinlich Dorothea heißen wird. Aber noch ist es nicht beschlossen.

Blogtechnisch ist nach langer Durststrecke auch grad viel im Umbruch und so wird es ab Dezember zum Beispiel Themen geben die einmal die Woche wiederkehren… Weil spielen lernen ist etwa Spielepräsentationen, -tests und -rezensionen welche Peter für euch schreiben wird.

Außerdem gehe ich wieder 16 Stunden pro Woche arbeiten. Constantin und Laurentin sind in der Zeit bei meiner Mama gut aufgehoben.

Mehr fällt mir im Moment nicht ein,.. bis zum nächsten Mal.

Eure Doria

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