Alles dreht sich um Symbole

Heute schreibe ich über einen Klassiker der Kinderspiele: das Memory.

Jeder kennt es! Die Spielkarten liegen verkehrt auf dem Tisch und werden in Paaren aufgedeckt. Passt das Paar zusammen darf man es behalten, wenn nicht werden die Karten wieder umgedreht und der Nächste ist an der Reihe.

Worum geht es beim Memory? Es geht um Gedächtnis und Merkfähigkeit aber auch um Konzentration und die differenzierung und spätere identifizierung von Symbolen. 

Hmm. Und worum geht es nochmal beim Lesen? 🤔

Ja,.. stimmt,.. das war eine Fangfrage – natürlich ums Selbe. Denn in Wahrheit macht es keinen Unterschied ob das zu vergleichende Abbild eine Form, ein Muster, ein Bild, ein Buchstabe oder eine Zahl zeigt.

Ich habe aus buntem dünnem Bastelkarton mithilfe des Laminiergerätes Blanko-Memorykarten gefertigt. Auf diese können wir uns gemeinsam mit non-permanent Markern eigene Symbole malen. 

Anfangen würde ich bei Kleinkindern mit den Klassischen Symbolen wie Haus, Blume, Auto, Hund, Baum, Sonne,.. und  nach und nach zusätzliche Symbole (zb Formen, Ziffern [0-9], Silben, Buchstaben, Zahlen [10+], Wörter,… ) einfließen lassen. Es sollte aber am Anfang noch nicht darum gehen die Zahlen, Buchstaben oder Silben zu identifizieren und auszusprechen sondern erstmal nur darum sie zweifelsfrei von einander zu Unterscheiden (Frage: Sind die Symbole gleich oder nicht gleich.). Dass die Kinder sie erkennen und auch aussprechen kommt von allein wenn man es selbst vorsagt und ihnen Zeit dafür lässt.
Am Beispiel Haus: Ich sage normalerweise was gerade aufgedeckt wurde („Das ist ein Haus“ und später auch „Da steht Haus geschrieben“, „Da steht au„, … Ich sage es vor – und prüfe nicht ab!) und habe beobachtet dass wenn man das kontinuierlich macht, die Kinder – sobald sie eine Karte wiedererkennen – sowohl das Prozedere als auch die Bezeichnung übernehmen. Sie dann ganz von selbst auch „Das ist ein Haus„, „Da steht Haus geschrieben“,… Gleich ob es sich dabei um ein Bild von einem Haus handelt oder um die Anordnung der 4 Symbole H, a, u und s die das Wort Haus bilden. 

Beginnen kann man beim selbstgemachten Memory am besten mit Bildern/Symbolen die sich nicht ähnlich sind. Der Schwierigkeitsgrad wird gesteigert wenn nach und nach ähnliches einfließt wie Rechteck und Quadrat, der Buchstabe I und die Zahl 1,  die Silbe ma und das Wort am, die Wörter Haus und Maus.

Das schönste: es gibt keine Grenzen! Man kann alle Symbole und Kombinationen die man zeichnen kann einbringen und – sofern man die Karten laminiert – notfalls auch ablöschen wenn sie uninteressant/zu einfach werden. 
Auch kann man die Regeln erweitern und zb erlauben das Bild Haus mit dem Wort Haus oder die Rechnung 3 + 4 mit der Zahl 7 zu kombinieren. 

Ich wünsche viel Spaß am Spiel

Alles Liebe
bis zum nächsten mal

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