Servus.

Wie einige mitbekommen haben, waren meine Kinder über den Sommer nur kaum bis gar nicht im Kindergarten (insgesamt waren die im Juli 3 mal am Vormittag im Kindergarten und wurden vor dem Mittagessen abgeholt).

Die letzten 7 Wochen verbrachten wir also allesamt schul- und kindergartenfern, und es stehen noch 2 weitere Wochen an, bevor der Kindergarten wieder beginnt.

Ich bin momentan aber stutzig. Ich kann mich erinnern, dass den drei Großen, in den Winterferien nachdem Anthea – 4-6 Wochen vorher – geboren wurde daheim furchtbar langweilig war und sie sich schon in der zweiten Woche daheim, so sehr auf den Kindergarten gefreut haben.

Jetzt sind meine Kinder (bis auf die 3 Tage) seit 7 Wochen zu Hause und verlieren nicht mal ein Wort darüber. Es kommen keine Geschichten von anderen Kindern, sie vermissen keine Freunde (obwohl sie welche haben/hatten!), sie reden nicht über die Betreuerinnen (die früher viel öfter Thema waren und dabei auch prinzipiell sehr positiv besetzt wurden), sie beschäftigen sich, toben, spielen, lachen, weinen, wüten, gehen raus, spielen mit der Wasserbahn, gehen schwimmen, Roller fahren, schauen Buch oder auch fern,… Aber das doch sehr präsente und vereinnahmende Thema Kindergarten ist jetzt keines mehr. Seit dem ersten Tag!

Und ich beobachte das jetzt gerade eigentlich nur bei den Schulkindern hier in der Umgebung, die das Thema Schule quasi wegpacken und diese Kiste ja nicht öffnen wollen solange sie können, weil ‚der Ernst des Lebens geht eh früh genug wieder los‘. Einzig Benjamin(6) der sein letztes Jahr absolvierte war in den letzten Wochen vor dem Ende schon froh, ‚dass es bald ein Ende haben würde‘ und ist nach wie vor mit dem Gedanken, dass er in Zukunft nicht mehr in den Kindergarten gehen wird und auch nicht in die Schule muss sehr entspannt. Es geht ihnen offenbar nicht ab.

Ich bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Kindergarten und der Pädagogik, den Menschen vor Ort und dem Konzept im allgemeinen und meine Kinder kommen damit auch sehr gut zurecht und haben immer viel darüber erzählt – auch über längst vergangenes. Aber jetzt…. Nichts! Wie als wären sie mit dem Thema durch.

Heute nach 7 Wochen Abwesenheit hat Constantin(4,5) zum erstem Mal gesagt „Ich will wieder in den Kindergarten!“, allerdings nicht einfach so aus der Situation heraus, weil es ihm tatsächlich um den Kindergarten ging, sondern weil er böse auf mich war.
Lilith(3,5) reagierte auf seine Aussage prompt mit entsetztem Gesichtsausdruck und sagte fast weinerlich, dass sie nie wieder in den Kindergarten gehen wolle.

Da werd ich wohl nachhaken müssen.

und damit kommen wir gleich zum nächsten Thema:

An jene Eltern deren Kinder im letzten Jahr in der Vorschulischen Betreuung (Kindergarten, Kindertagesstätte, Kindergruppe, Tagesmutter,..) oder in der Schule waren, und deren Kinder jetzt im Sommer mehrere Wochen Auszeit/Urlaub/Ferien am Stück hatten:

Wie war/ist das bei euren Kindern?
Haben eure Kinder von der Betreuung- oder Lehreinrichtung gesprochen?
Haben Sie es vermisst dort zu sein? Oder – waren sie vorher schon „urlaubsreif“ und froh über die Auszeit?
Haben Sie sich nachher gefreut wieder hin zu dürfen/können? – Und wie ging es euch dabei? Empfindet ihr es als Erleichterung wenn die außerhäusliche Betreuung wieder beginnt? Wie waren die Wochen daheim mit dem Kind? Und wie die Wiedereingewöhnung?
Habt ihr das mit der Betreuung gut hinbekommen? Seid ihr in Karenz/Elternzeit/Homeoffice oder auswärts Berufstätig? Mussten Großeltern einspringen um eure Abwesenheit auszugleichen?

Ich bin schon sehr gespannt auf eure Erfahrungen.
Alles Liebe