Benjamins Geburt

Ich bin mit Benjamins Papa am 9. Mai 2010 um 4 Uhr früh in die Klinik gefahren, da ich Wehen bekommen habe, errechneter Geburtstermin war der 3. Mai 2010. Wurde ans CTG gehängt, und alle sagten: „Ja da sind Wehen, aber es ist noch nicht so weit. Es wird vermutlich noch bis am Abend dauern“. Ich entschied mich dafür, nach Hause zu gehen und wieder zu kommen, wenn es dann soweit wäre. Da ich bereits aufgenommen worden war, müsste der Arzt bei der Visite meinem Wunsch allerdings vorher zustimmen.
Nach einem Frühstück und abschließendem Spaziergang am Klinikgelände kommt endlich der Arzt gegen 9 Uhr zu Visite und erteilt mir die Erlaubnis wieder zu gehen.

Ich fuhr also nach hause, kochte, aß, duschte heiß und dachte mir: wenn ich es schaffe nochmal einzuschlafen ist es noch nicht so weit, und ich komm ausgeruhter zur eigentlichen Geburt,…
Ich legte mich nieder und wachte etwa 3 Stunden später mit einer Wehendauer über 30 Sekunden und einem -Abstand von unter 4 Minuten wieder auf, nun gegen 19:30 Uhr war es Zeit wieder in die Klinik zu fahren.

Etwa eine Stunde lang wurde CTG geschrieben und die Wehen und der Muttermund kontrolliert. Ich war so weit von der Aufnahme in den Kreißsaal zu wechseln.

Meine Hebamme dort war sehr nett und kompetent, meine Mutter und Benjamins Vater waren mit im Kreißsaal, die Entscheidung für die Mutter war die bessere.. denn er war sehr nervös – und das färbte zunehmend ab. Meine Mutter hingegen schaffte es mühelos mich mit Streicheleinheiten über den Rücken und die Stirn in den Wehenpausen so weit runter zu bringen das ich im nachhinein bloß sagen kann: ich fühlte mich wie in Trance.

Ich hatte mich in keinster Weise auf die Geburt vorbereitet. Keine Bücher gelesen und keinen Kurs besucht. Ich hab nichts über Gebärpositionen gelesen und auch sonst aktiv alle Themen beiseite geschoben die auch nur irgendwie damit zu tun haben. Ich war davon überzeugt, dass man das nicht braucht. Der einzige Ratschlag den ich umsetzte war darauf zu achten dass für den bevorstehenden Kraftakt meine Kondition erhalten bleibt.

Ich lag auf der linken Seite und die Geburt schritt voran. Ich brauchte etwa eine halbe Stunde um in einen Modus zu finden in dem ich mich wohl fühlte. Ich erinnere mich vage daran, dass ich in dieser Phase zumindest einmal halbpanisch darum bat dass man meinen Sohn jetzt, auf der Stelle herausholen soll.  Ich fand aber letztlich in meinen Modus und ließ eine Wehe nach der anderen kommen.

Ich erinnere mich daran, dass meine Mutter gegen viertel Elf ihren Wunsch äußerte die Toilette aufzusuchen. Ich wollte aber nicht, dass sie mich zu diesem Zeitpunkt verlässt. Die Wehen wurden heftiger und ich fragte mich – nachdem die Hebamme zum 10. Mal sagte dass es nur noch 2 Wehen braucht – ob das je ein Ende haben wird. Irgendwann behielt sie Recht.

um 22.37 Uhr wurde Benjamin geboren.

ich legte ihn noch im Kreißsaal das erste Mal an und die Hebamme hat für mich zur Stärkung ein Brot mit Honig oder Marmelade aufgetrieben.

180064_1353586323904_2539587_n

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s